Handball: Bezirksliga
Sauber: Sendenhorst feiert 23:15-Auftaktsieg

Sendenhorst -

Die Bezirksliga-Handballer der SG Sendenhorst haben mit einem 23:15-Auftaktsieg gegen Aufsteiger HSG Preußen/Borussia Münster eine gelungene Saisonpremiere gefeiert. Sorgen bereitete Trainer Thorsten Szymanski allenfalls die fachgerechte Montage eines Wischers – ansonsten erlebte der Coach einen Abend der eher ruhigeren Natur.

Sonntag, 04.10.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 17:08 Uhr

Wenn sich Schwaben früher ekstatisch im Raum bewegten, nannte man dasKehrwoche. Nun ist Putzen jenseits von Baden-Württemberg nicht sehr in Mode, etliche Haushalte beschäftigen daher ja eine Putzkraft. Das Umherfeudeln ist einfach brutal unglamourös, nicht sehr instagramable, wie die Jüngeren unter uns sagen würden. Auch Sendenhorsts Trainer Thorsten Szymanski hatte so seine liebe Not mit der vorhandenen Wisch-Apparatur. Weil gerade keine andere Fachkraft zugegen war, mühte sich der Übungsleiter und wollte just aufs Feld laufen, um den Schweißnassen Untergrund trocken zu legen, als ihn die Schiedsrichter zurückhielten: Als Trainer hätte er sich für den ehrenamtlichen, fachfremden Einsatz glatt eine Strafe eingehandelt. Ein anderer Zaungast in der St.-Martin-Halle erbarmte sich, wischte den Boden vorm SG-Tor und die Partie gegen die HSG Preußen /Borussia Münster konnte fortgesetzt werden. Es war wahrscheinlich der einzige Moment, in dem Szymanski wirklich ins Schwitzen geriet – die übrigen 60 Minuten auf dem Feld waren überschaubar dramaturgisch, zu dominant, zu überlegen war seine Sieben beim 23:15 (10:8)-Heimsieg. SG Sendenhorst feiert 23:15-Auftaktsieg gegen HSG PB MünsterUlrich Schaper

„Ich glaube, wir haben insgesamt ein ganz ordentliches Spiel gezeigt. Die Abwehr stand schon sehr gut und vorne haben wir mit ein paar Ausnahmen auch gut ausgesehen“, bilanzierte der SG-Trainer, der einräumte, dass der Aufsteiger nicht der Maßstab sei, an dem sich seine Mannschaft messen lassen muss. „Natürlich haben wir Luft nach oben. Wir werden noch ein paar Trainings-Wochen brauchen, dann aber wird es schon deutlich besser aussehen.“

Auf den Außen schickte Szymanski Jens Hunkemöller (mit sieben Treffern bester Schütze) und Sebastian Specht ins Rennen. Mit den beiden Neuzugängen Lucca Antoni und Moritz Schärtl stärkte er den Rückraum, und in der Abwehr hielten Lukas Schmitz und Janis Westmeier den Laden in bewährter Manier dicht. Im Tor sprangen Simon Ritter und Philipp Frenz für den verletzten Christopher Cooper in die Bresche.

Bis zur Halbzeit schafften es die Gäste aus Münster noch einigermaßen, Schritt zu halten (10:8), nach dem Seitenwechsel aber setzte sich die SG minütlich immer weiter ab. Von 10:9 erhöhten die Sendenhorster auf 17:10 (45.) – die Vorentscheidung. Dass in den nächsten zehn Minuten nur noch zwei Versuche, den Weg ins Tor fanden: geschenkt. Am Ende war der Abstand zur HSG deutlich (23:15). „Wir hatten offensiv ein paar Minuten Sand im Getriebe, haben uns ein paar Passfehler und schlechte Schüsse erlaubt – aber wie gesagt, ich glaube, dass wir uns jetzt stetig verbessern werden“, sagte Szymanski.

SG-Tore: Jö. Hunkemöller (2), Timmes (1), Je. Hunkemöller (7/2 Siebenmeter), Feldmann (1), Westmeier (3), Specht (1), Schmitz (1), Antoni (2), Schertl (2), Smykalla (3).

 

 

 

 

 

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