Fußball: Max Diepenbrock
Drensteinfurter Youngster sammelt Erfahrungen im Landesliga-Team

Drensteinfurt -

Max Diepenbrock gehört zur gesuchten Spezies der Torjäger. Seit Saisonbeginn spielt der waschechte Drensteinfurter im Landesliga-Aufgebot des SVD. Eine beträchtliche Umstellung, wie der 19-jährige den Westfälischen Nachrichten verriet. Sein erstes Pflichtspieltor für die Erstvertretung durfte er schon bejubeln.

Freitag, 09.10.2020, 16:42 Uhr
Max Diepenbrock (M./rotes Trikot) läuft seit dieser Saison für die Landesliga-Mannschaft des SV Drensteinfurt auf.
Max Diepenbrock (M./rotes Trikot) läuft seit dieser Saison für die Landesliga-Mannschaft des SV Drensteinfurt auf. Foto: Kleineidam

Einmal nicht berücksichtigt, einmal durchgespielt und getroffen und zweimal spät eingewechselt: Max Diepenbrock hat, seitdem er zur ersten Mannschaft des SV Drensteinfurt gehört, in den Pflichtspielen schon viele Erfahrungen gesammelt. Mit dem, wie es bislang für ihn gelaufen ist, ist der 19-Jährige zufrieden. „Auf jeden Fall“, sagt der Angreifer des Fußball-Landesligisten.

Gebürtig stammt Diepenbrock aus Unna. „Seit meinem dritten oder vierten Lebensjahr wohne ich aber schon in Drensteinfurt, also quasi immer“, sagt er. Als Vierjähriger begann er beim SVD mit dem Fußballspielen. „Ich habe bei den Minikickern angefangen.“ Als B-Jugendlicher lief er zwei Jahre für den SC Münster 08 in der Bezirksliga auf. „Ansonsten habe ich immer für Drensteinfurt gespielt.“

Mit den A-Junioren des SVD und dem Trainerduo Pascal Bonnekoh/Alexander Lüke wurde Diepenbrock in der Saison 2018/19 Kreisliga-Meister. Zehn Tore steuerte er in 14 Begegnungen bei. In der vergangenen, abgebrochenen Saison kam er auf sieben Einsätze und drei Treffer für die U19. Seine Lieblingsposition? „Eigentlich spiele ich nur im Sturm, sonst kann ich aber auch außen spielen.“

Nach dem großen Sprung in den Kader der ersten Mannschaft akklimatisierte sich Diepenbrock recht gut und kam in allen fünf Testspielen zum Einsatz. Beim 3:3 gegen Bezirksligist Oestinghausen erzielte er den Treffer zum Endstand. „Max bringt körperlich eine ganze Menge mit, hat viele gute Anlagen“, lobte Trainer Oliver Logermann das Talent am Ende der Vorbereitung.

Am ersten Spieltag in der Landesliga (1:1 gegen Altenberge) wurde der 19-Jährige allerdings nicht für den Kader des SVD berücksichtigt. Stattdessen unterstützte Diepenbrock die zweite Mannschaft. Beim Pokalspiel in Selm (2:0) zwei Tage später stand er aber in der Startelf und brachte die Stewwerter in Führung. „Das war auf jeden Fall ein geiles Gefühl, auch wenn es nur – in Anführungsstrichen – der Kreispokal war“, sagt Diepenbrock. In Ahaus (1:2) und gegen den Topfavoriten IG Bönen (2:6) wurde er in der Schlussphase eingewechselt, konnte die ersten Niederlagen aber nicht verhindern. „Zwischen A-Jugend-Kreisliga und Senioren-Landesliga ist natürlich ein Riesenunterschied“, sagt Diepenbrock: „Das Tempo und die Qualität sind ganz anders. Daran muss man sich erst mal gewöhnen.“ Zumindest körperlich kann er aufgrund seiner Statur allerdings schon gut mithalten.

Bei der Frage, wie er von seinen Teamkollegen aufgenommen wurde, muss Max Diepenbrock nicht lange überlegen. „Super. Ich verstehe mich, glaube ich, mit jedem ganz gut, und es macht Bock, in so einer guten Mannschaft zu spielen.“ Vor allem von einem Mitspieler gibt es hilfreiche Tipps. „Wenn ich jemanden herausnehmen müsste, würde ich sagen: Diogo (Castro/Anmerkung der Redaktion). Wenn ich spiele, dann mit ihm im Sturm. Er gibt viele gute Anweisungen, sagt, was man so machen muss. Das hilft mir auf jeden Fall.“

Natürlich hofft Diepenbrock auf viele Einsatzzeiten in den nächsten Wochen und Monaten, bleibt aber wegen der großen Konkurrenz im offensiven Bereich bescheiden. „Ich würde sagen, es wird auf jeden Fall schwer für mich, weil wir mit Maximilian Schulze-Geisthövel, Falk Bußmann und Diogo Castro drei richtig gute Stürmer haben. Ich werde mein Bestes geben, um mich zeigen zu können“, sagt Diepenbrock, der 2020 sein Abitur gemacht hat und im Wintersemester in Münster Volkswirtschaftslehre oder Immobilienmanagement studieren möchte.

Bis dahin kann er sich auf das Fußballspielen konzentrieren. Sollte er mal wieder nicht zum Landesliga-Kader gehören und dafür in der Zweiten spielen, hätte Diepenbrock kein Problem damit. „Das ist ja auch so abgesprochen“, so der Youngster.

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