Fußball: Landesliga:
Ein Wiedersehen mit der eigenen Mannschaft

Drensteinfurt -

Der Teutoburger Wald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Wer die Gelegenheit hat, sollte unbedingt mal ein paar Meter auf dem Hermannsweg wandern. Für Sightseeing, Shopping und derlei hatten Oliver Logermann und der Tross des SV Drensteinfurt freilich wenig Zeit, dennoch genossen sie den Ausflug ins nördliche Münsterland. „Schön dort“, befand Logermann, der sich nach dem 0:2 gegen den SC Altenrheine damit trösten konnte, wieder eine SVD-Mannschaft gesehen zu haben, die ihm bekannt vorkam.

Sonntag, 18.10.2020, 21:39 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 16:06 Uhr
Der SV Drensteinfurt kassierte in Altenrheine die vierte Niederlage im fünften Saisonspiel.
Der SV Drensteinfurt kassierte in Altenrheine die vierte Niederlage im fünften Saisonspiel. Foto: Ulrich Schaper

In Mauritz (1:3) noch zeigten die Stewwerter eine Einsatzbereitschaft, die nicht mal für ein Testspiel getaugt hätte, geschweige denn für eine Begegnung im Kreispokal – Logermann benötigte einen starken Willen und Durchhaltevermögen, um nicht vorzeitig den Sportplatz zu verlassen.

Gegen den SCA nun sah er „die Mannschaft, die ich kenne“. Die Niederlage gegen Altenrheine sei insofern zu verschmerzen, als dass seine Elf nach der Mauritz-Schmach die gewünschte Reaktion gezeigt hatte. „Das war deutlich ein Schritt nach vorne. Das sah wieder nach Fußball aus“, sagte Logermann mit dem Unterton einer gewissen Erleichterung.

Unglücklich geriet seine Elf kurz nach Spielbeginn in Rückstand (5.), zeigte danach aber Moral und war um den Ausgleich bemüht. Die größte Chance hatte Maxi Groß kurz vor der Halbzeit – freistehend und aus kürzester Distanz aber setzte er den Ball über das Tor. „Wir müssen mit einem 1:1 in die Halbzeit gehen“, sagte Logermann. Auch nach dem Seitenwechsel reichte die wiedergefundene Antriebskraft nicht aus, um ein Tor zu erzielen. Dass dann praktisch mit dem Schlusspfiff das 2:0 (90.+1) für die Gastgeber fiel – geschenkt. „Das war absolut eine Leistungssteigerung von uns, das war das Wichtigste. Ein Unentschieden hätte ich für gerechter gehalten, aber uns fehlt vor dem Tor nach wie vor die Durchschlagskraft“, bilanzierte Logermann, der ab der 70. Minute bemerkte, dass seinem Team allmählich die Kräfte schwanden. „Das Programm hat es in sich. Wir müssen schauen, dass wir regenerieren – am Donnerstag gegen Haltern sind wir wieder gefordert.“ Definitiv nicht dabei sein wird Martin Lambert, der sich gegen Altenrheine verletzte. „Wir werden nicht mehr. Mal schauen, wie wir die Belastung einigermaßen auf alle Schultern verteilen können“, sagte Logermann.

Drensteinfurt:Scharbaum – Lambert (42. Vieira Carreira), Ziegner, Popil, van Elten, Fröchte, Bußmann, Groß, Niehues (88. Diepenbrock), Castro, Lübke. Tore: 1:0 Petlach (5.), 2:0 Bültel (90.+1).

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