Fußball-Bezirksliga: Ex-Ahlener Timo Achenbach nun Co beim TuS Freckenhorst
Er soll ins Team hineinhorchen

Freckenhorst/Ahlen -

Die Zeiten, in denen man hinter vorgehaltener Hand über die mal wieder falsche Taktik oder unsinnige Übungen im Training motzen konnte, sind für Timo Achenbach vorbei. Der 30-Jährige, zuvor für den SC Roland Beckum und RW Ahlen aktiv, ist seit dieser Saison selbst Teil des Trainerstabs und dient bei Bezirksligist TuS Freckenhorst Christian Franz-Pohlmann als mitspielender Assistent.

Freitag, 19.02.2021, 10:06 Uhr aktualisiert: 19.02.2021, 10:10 Uhr
Mitten drin statt nur dabei: Timo Achenbach (Mitte), hier an der Seite von Stefan Kaldewey (rechts), ist beim TuS Freckenhorst nicht nur Spieler, sondern auch Co-Trainer.
Mitten drin statt nur dabei: Timo Achenbach (Mitte), hier an der Seite von Stefan Kaldewey (rechts), ist beim TuS Freckenhorst nicht nur Spieler, sondern auch Co-Trainer. Foto: René Penno

„Das war für mich zunächst schon ungewohnt“, sagt Achenbach rund ein halbes Jahr nach dem vollzogenen Rollentausch. „Aber mir geht’s super in Freckenhorst. Die Mannschaft und der ganze Verein haben es mir sehr leicht gemacht. Auch Christian und Heinz Goldmann haben mich am Anfang sehr unterstützt“, so der Verteidiger, der unter anderem 90 Partien in der Oberliga auf dem Buckel hat. Eine satte Erfahrung, die er nun – wenn nicht gerade der Spielbetrieb monatelang auf Eis liegt – auf und abseits des Feldes ans Team weitergibt.

Vorteil spielender Co-Trainer: Ganz nah an der Mannschaft

Und da Achenbach noch selbst Bestandteil der TuS-Mannschaft ist, ist er alles andere als ein Co-Trainer, der – etwas überspitzt formuliert – vor einer Einheit nur die Hütchen aufstellen darf. „Vor dem Training sprechen Christian und ich die Übungen durch und er stellt mir seinen Plan vor“, erklärt Timo Achenbach.

Vor allem in diesem Zusammenhang ist es ein großer Vorteil, dass der gebürtige Ahlener ganz nah dran ist an der Mannschaft. Ist eine Übung zu hart? Oder gar zu lasch? Täte dem Team eventuell mal eine Pause gut? „Als Spieler kriegst du das ja viel eher mit als ein Trainer“, so Achenbach.

Beim Thema Aufstieg hält sich Achenbach bedeckt

Auch die Spielklasse ist neu für ihn, der vor seinem Wechsel immerhin in der Westfalenliga gekickt hat: „Natürlich ist das Niveau jetzt anders“, sagt der 30-Jährige. „Aber ganz ehrlich: Die Liga ist gut und wir in Freckenhorst haben richtig viel Qualität in der Mannschaft.“ Die kürzlich mit Achenbachs Kumpel Sven Höveler, ebenfalls ein ehemaliger RWA-Spieler, noch erhöht wurde.

Muss der Landesliga-Aufstieg da nicht das Ziel sein? Da lässt sich Achenbach nicht aus der Reserve locken, der spielende Co-Trainer weicht nicht von der Sprachregelung in Freckenhorst ab, die „oben mitspielen“ heißt.

„Unsere Ziele? Das ist eine gute Frage, man weiß ja gar nicht, ob in dieser Saison überhaupt noch etwas geht. Wenn nur noch die Hinrunde ausgetragen werden kann, wird es mit ganz oben eher schwierig.“

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