Fußball: Milter darf sein Idol Matthäus löchern
Auf einen Plausch mit Lothar

Milte -

Für viele ist er das Idol ihrer Kindheit: Lothar Matthäus ist schließlich Weltmeister und Rekordnationalspieler. Der gerade 60 gewordene Fußball-Experte hat in seiner gesamten Karriere aber auch immer polarisiert. Hartwig Reckhorn kann das spätestens jetzt nicht mehr unbedingt nachvollziehen. Der Milter traf den gerade 60 gewordenen Matthäus in einem Video-Telefonat – und war begeistert.

Dienstag, 23.03.2021, 13:50 Uhr
In einer Reihe mit den ganz Großen des deutschen Fußballs: Rekordnationalspieler und Kommentator Lothar Matthäus.
In einer Reihe mit den ganz Großen des deutschen Fußballs: Rekordnationalspieler und Kommentator Lothar Matthäus. Foto: Uwe Anspach/dpa

Die einen verehren ihn, weil er als Fußballer einer der Besten der Welt war. Die anderen belächeln ihn wegen seines bisweilen turbulenten Privatlebens und manch unfreiwillig komischer Sprüche. Lothar Matthäus , der am Sonntag 60 Jahre alt geworden ist, polarisiert noch immer.

Einer, der nichts auf den ehemaligen Weltfußballer kommen lässt, ist Hartwig Reckhorn aus Milte. „Ich war schon immer Fan von Lothar und bin es auch heute noch“, sagt der 52-Jährige. Vor ein paar Tagen hatte er die Gelegenheit zu einem Austausch mit dem Rekordnationalspieler – und war begeistert.

„Uns wurde nur empfohlen, nicht unbedingt seine Frauengeschichten zu thematisieren“

Bei einer Aktion der „Sport-Bild“ („Leser löchern Lothar“) gehörte Reckhorn, der selbst 18 Jahre lang in Miltes erster Fußballmannschaft kickte und heute stellvertretender Vorsitzender der DJK Rot-Weiß ist, zu den fünf glücklichen Gewinnern und durfte seinem Idol in einer Video-Schalte Fragen stellen. Welche? Egal. Reckhorn: „Es gab keine Vorgaben, uns wurde nur empfohlen, vielleicht nicht unbedingt seine Frauengeschichten zu thematisieren.“

Rekordnationalspieler duzte sich mit seinen Fans

Es wurde geduzt, Matthäus wollte das so, wie es unter Sportlern üblich ist. „Warum hast du als Rekordnationalspieler nie bei einem deutschen Verein ein Amt übernommen?“, wollte Gladbach-Fan Hartwig Reckhorn wissen. Es habe sehr wohl Kontakte zu sechs, sieben Bundesligisten gegeben, antwortete Matthäus, unterschriftsreife Verträge hätten ihm vorgelegen. „Aber es war entweder der falsche Verein, der falsche Moment, oder es hat etwas anderes nicht gepasst.“ Vor knapp zehn Jahren, nach seiner bis heute letzten Station als Nationaltrainer Bulgariens, habe er bei Hannover 96 kurz vor der Unterschrift gestanden. Dann aber entschieden sich die Niedersachsen doch noch für Mirko Slomka.

Bundestrainer? Matthäus würde es sich zumindest überlegen

Matthäus war in Plauderlaune. Trainer in Gladbach? „Ich würde mir das sogar überlegen, aber ich glaube, Max Eberl hat da andere auf der Liste stehen.“ Privatleben? „Ich habe Zeit für die Familie, Freunde und für mich selbst. Das tut mir gut.“ Bundestrainer? „Eher nicht, aber wenn ich gefragt würde, würde ich es mir überlegen.“ Eine Halbzeit lang plus Nachspielzeit dauerte die Video-Schalte, der Milter Reckhorn fand’s klasse. „Lothar hat ein unglaubliches Fußball-Wissen und war total offen, herzlich und nett.“

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