Handball: Aufstiegsrunden
Ganze 53 Mannschaften wollen hoch

Kreis Warendorf -

Die günstige Gelegenheit wollen sich wohl viele nicht entgehen lassen. Die möglichen Aufstiegsrunden zur Verbands- und zur Oberliga finden jedenfalls ebenso gewaltigen Zuspruch wie schon zuvor die für die Dritte Liga. Der SC DJK Everswinkel strebt sogar gleich mit zwei Frauen-Handball-Teams den Gang nach oben an.

Dienstag, 04.05.2021, 17:14 Uhr
Luca Marie Tertilt (l.) und die Everswinkeler Reserve würden ihre Chance gerne nutzen, in die Verbandsliga aufzusteigen
Luca Marie Tertilt (l.) und die Everswinkeler Reserve würden ihre Chance gerne nutzen, in die Verbandsliga aufzusteigen Foto: Brandt

Mit einem solchen riesengroßen Andrang haben wohl selbst die Verantwortlichen des Handball-Verbandes Westfalen nicht gerechnet. Insgesamt wurden 45 Mannschaften – 33 Männer- und zwölf Frauenteams – für die möglichen Aufstiegsrunden zur Verbandsliga und zur Oberliga gemeldet.

Klar war schon vorher, dass noch jeweils vier Herren- und Damenteams ihre Aufstiegschance zur Dritten Liga wahrnehmen wollen. Darunter – wie berichtet – die Frauen des SC DJK Everswinkel. Insgesamt sind es also 53 Mannschaften, die hoch wollen.

Everswinkels Reserve meldet sich für Aufstiegsrunde an

Auch die Everswinkeler Reserve hat für die Aufstiegsspiele von der Landes- in die Verbandsliga gemeldet. Das haben übrigens zehn weitere Vereine getan. Potenzielle Gegner für die Spielerinnen aus dem Vitusdorf wären damit HTV Hemer, TSG Altenhagen-Heepen, TV Verl II, TV Wattenscheid, TuRa Bergkamen, TuS Oespel-Kley, TuS Nettelstedt, Hammer SC, SpVg Hesselteich-Siedinghausen und der TuS Jöllenbeck.

Im Gegensatz dazu meldete nur die TG Hörste Anspruch auf einen Oberliga-Platz an. Alle anderen Vereine, darunter auch der VfL Sassenberg, verzichteten. Damit ist keine Aufstiegsrunde nötig und Hörste könnte aufsteigen, ohne eine Partie bestreiten zu müssen.

24 Herren-Landesligisten wollen hoch

Den insgesamt größten Andrang gab es für einen Platz in der Männer-Verbandsliga. 24 Landesligisten haben gemeldet. Der TV Friesen Telgte, die Warendorfer Sportunion und der SC DJK Everswinkel hatten bereits weit im Vorfeld darauf verzichtet, diese Möglichkeit wahrzunehmen. Dabei blieb es auch.

Vier Landesliga-Konkurrenten des TV Friesen wollen dagegen ihr Glück versuchen: der TSV Ladbergen, TV Kattenvenne, SC Münster 08 und 1. HC Ibbenbüren. Zudem haben neun Teams für die Aufstiegsrunde zur Oberliga gemeldet.

Eigener Modus für jede Aufstiegsrunde

Für jede der Aufstiegsrunden soll nun der geeignete Modus gefunden werden, um die Spiele möglichst bis zum 30. Juni über die Bühne zu bringen – wenn das denn pandemiebedingt möglich sein wird. „Die Spiele sollen nach einer vierwöchigen Vorbereitungszeit ausgetragen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands. Die Teams hatten noch bis zum heutigen Mittwoch Zeit, von ihrem Vorhaben Abstand zu nehmen. Dazu reichte eine Mail.

Liga-Pokal weckt nur mäßiges Interesse

Auf wenig Gegenliebe bei den Vereinen stießen die Liga-Pokalwettbewerbe. Gerade einmal 31 Teams haben – alle Klassen zusammengezählt – dafür gemeldet. Priorität beim westfälischen Verband haben aber ohnehin die Aufstiegsspiele, da nur diese sportlichen Wert hätten. Ob letztlich gespielt wird oder nicht, hängt einzig und allein von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

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