Familie immer für Union am Ball
Lüdinghauser Verein schlägt die Papas für DOSB-Auszeichnung vor / Engagiert seit 15 Jahren

Lüdinghausen -

„Hans Dampf in allen Gassen“, „Dreh- und Angelpunkt im Vereinsleben“ – voll des Lobes ist Ralf Hönicke, Leiter der Jugendfußballabteilung von Union Lüdinghausen, über die Familie Papa. Die sieben Sportler engagieren sich seit nunmehr 15 Jahren für den Verein, nicht nur im Jugendfußball, sondern auch beim Volleyball.

Freitag, 21.10.2011, 11:10 Uhr

Weil sich Simone und Giuseppe und ihre fünf Kinder auf und vor allem neben den Plätzen so für den Verein ins Zeug legen, hat dieser die Papas nun für die bundesweite Auszeichnung der „engagiertesten Familie im Sport“ vorgeschlagen. Ausgelobt wird sie vom Deutschen Olympischen Sportbund ( DOSB ).
„Immer in der ersten Reihe, immer hilfsbereit, es ist an dieser Stelle leider nicht alles aufzählbar, was diese Familie alles leistet“, sagt Hönicke über die Papas.
Am übersichtlichsten sind noch die rein sportlichen Tätigkeiten. Maria, die Älteste, ist bei den Volleyballerinnen aktiv. Mit der ersten Mannschaft spielte sie zuletzt in der Oberliga, seit dieser Saison steht die 22-Jährige aus beruflichen Gründen bei der Zweiten in der Verbandsliga auf dem Parkett. Dort ist die Libera quasi die Nachfolgerin ihrer Schwester, der ein Jahr jüngeren Katrin-Francesca, die ebenfalls in der Volleyballabteilung der Rot-Weißen großgeworden ist, für ihre Ausbildung aber nun nach Münster gezogen ist und daher mit dem Volleyball zunächst einmal aufgehört hat.
Die dritte Tochter Patrizia, 15 Jahre alt, ist Fußballerin, steht bei den B-Juniorinnen zwischen den Pfosten. Die Mannschaft hat ihr Vater Giuseppe vor zweieinhalb Jahren – damals als C-Juniorinnen – ins Leben gerufen. Es war die erste Mädchenmannschaft von Union überhaupt. Patrizias zwei Jahre jüngerer Bruder Gianluca kickt ebenfalls, als Libero bei den C 3-Junioren. Der Benjamin der Familie Papa schließlich, Darius-Giuseppe, spielt im Mittelfeld der C 4.
Familienoberhaupt Giuseppe selbst kickte im besten Fußballeralter bei der Dritten von Union und jagt heute bei den Ü 40-Altherren hinter dem Ball her. Bei den Juniorinnen steht er noch heute an der Seitenlinie, wobei er von Ehefrau Simone als Betreuerin unterstützt wird. „Ich bin praktisch die gute Seele der Mannschaft“, schmunzelt die Papa-Mutter.
Mittlerweile existieren bei Union Lüdinghausen zwei Mädchenmannschaften, die Älteren kicken mit Patrizia in der Kreisliga B. „Ohne die Papas hätten wir keinen Mädchenfußball in Lüdinghausen “, drückt Vereinsfunktionär Hönicke seinen Dank aus.
Dabei ist die Lüdinghauser Familie nicht nur auf dem Spielfeld und an der Seitenlinie aktiv, sondern packt auch bei rein organisatorischen Dingen mit an – ob beim Turnier der Minis, am Union-Stand auf der Leezenbörse oder während der Fahrervorstellung beim Grasbahnrennen. Auch Achim Franke, Vorstandsmitglied bei der Volleyballabteilung von Union, lobt das ehrenamtliche Engagement der Familie: „Wenn wir mal Turniere wie die Westdeutschen Meisterschaften haben, sind die Eltern immer ansprechbar.“
Doch irgendwann haben auch die Papas Feierabend vom Mit-Handanlegen, Betreuen und Trainieren – doch selten von Union. Mutter Simone: „Wenn wir vom Fußballplatz kommen, gehen wir meist in die Volleyballhalle, um zu gucken, wie die Älteste so spielt.“
Nun hofft Union, dass die Papas beim DOSB-Preis tatsächlich das Rennen machen. Verdient hätten sie es allemal. Carsten Ross, Geschäftsführer der Jugendfußballabteilung: „Ganz Lüdinghausen drückt dieser sympathischen Familie bestimmt die Daumen. Es muss einfach klappen.“

| www.familie-sport.de.

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