Knock-out in der Nachspielzeit
Arminia Ochtrup verliert durch späten Gegentreffer gegen Wacker Mecklenbeck mit 0:1

Ochtrup -

Einen Schritt vor und einen zurück. Arminia Ochtrup kommt einfach nicht aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga heraus. Am Sonntag verlor der Aufsteiger sein Heimspiel gegen Wacker Mecklenbeck mit 0:1 (0:0). Und das sehr unglücklich, denn der entscheidende Treffer durch Andreas Wirthölter fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit mit der allerletzten Aktion der Partie.

Montag, 17.10.2011, 13:10 Uhr

Verdient hätte die Begegnung eigentlich keinen Sieger, denn beide Teams boten lange Zeit Magerkost an. Etwas schwungvoller kamen die Gäste ins Spiel, die unter anderem einen Pfostentreffer von Bernd Wilpsbäumer zu verzeichnen hatten (18.). Die Arminen taten sich sehr schwer, konstruktive Angriffe vorzutragen, standen dafür aber in der Defensive sicher. Auch ein Verdienst des jungen Geritt Borgers, der Wacker-Angreifer Wilpsbäumer (Führender der Bezirksliga-Torschützenliste) gut im Griff hatte.
Vier Minuten vor der Pause besaß Matthias Ransmann die bis dato beste Chance für die Heimelf, als er nach Zuspiel von Luis Teixeira aus kurzer Distanz am stark reagierenden Mecklenbecker Torwart Lukas Hendricks scheiterte. „Da müssen wir eigentlich in Führung gehen“, haderte Och­trups Trainer Stefan Dinkhoff.
Was beide Mannschaften in der zweiten Halbzeit boten, war für die Zuschauer wenig ansehnlich. Fehlpässe und Ballverluste erstickten alle Angriffsbemühungen früh im Keim. „Was für ein Schlafwagenfußball. Ich habe Probleme, hier emotional mitzugehen“, schüttelte Wacker-Coach Bodo Gadomski nur den Kopf.
Leben kam erst in der Schlussphase wieder in das Duell, als zunächst Björn Stoth einen Heber über die Latte setzte (80.), und Matthias Ransmann erneut aus bester Position an Hendricks scheiterte (84.).
Der letzte Angriff, den Schiedsrichter Peter Schlüter (Borken) eigentlich nur noch laufen ließ, um danach abzupfeifen, brachte die Entscheidung zu Gunsten des Tabellenzweiten aus Münster: Zunächst konnte Maximilian Kötterheinrich ungehindert flanken, dann Wilpsbäumer ungestört köpfen – Rezan Osmanoglu parierte noch großartig –, bevor An­dreas Wirthölter zum Siegtreffer abstaubte (90. + 3).
„Ich weiß nicht, was bei uns los ist. Beim Gegentreffer müssen wir uns an die eigene Nase packen. Für die Zuschauer war das heute sicherlich kein schönes Spiel, aber wir wollten erstmal hinten sicher stehen. Das ist uns über 90 Minuten gut gelungen, und dann das“, ärgerte sich Dinkhoff.
„Das war kein Glückssieg, sondern ein glücklicher Sieg“, ging Gadomski genau ins Detail. „Damit will ich sagen, dass der Sieg vom Zeitpunkt des Tores glücklich war, wir aber verdient gewonnen haben. Wir haben zwar nicht gut gespielt, aber es wenigstens versucht, während der SCA nur mit alle Mann hinten drinstand.“
Arminia Ochtrup: Osmanoglu – Wülker – A. Dinkhoff, Borgers – Pöhlker, Düker, Teixeira, M. Ransmann – Duesmann (61. C. Ransmann), Falchi (68. Stoh), Beckmann (79. Thihatmar).
Tor: 0:1 Wirthölter (90. + 3, Vorarbeit Wilpsbäumer).

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