Ein Derby, zwei Trainer und zwei Meinungen
Streifzug durch die Fußball-Bezirksliga: RC Borken-Hoxfeld und Lüdinghausen gerüstet für das Spitzenspiel

Kreis Borken -

Gänzlich trostlos war die Vorstellung der Vorwärtsler zwar nicht. Aber Epe hatte nach dem torlosen Remis gegen die DJK Billerbeck dennoch Grund genug sich zu ärgern. Und zwar nicht nur wegen der beendeten Erfolgsserie von sechs Heimsiegen in Folge. Denn die Mannschaft von Gerard Timmers verlor zwei Punkte auf das Führungsduo der Bezirksliga, RC Borken-Hoxfeld und Union Lüdinghausen. Und exakt die treffen am 15. Spieltag direkt aufeinander. Das wäre also für den Dritten im Bunde, Vorwärts Epe, die ideale Chance gewesen, zumindest einen der zwei Kontrahenten auf den Fersen zu bleiben. In der 15. Runde genießen die Grün-Weißen nämlich ein spielfreies Wochenende und sind zum Zuschauen verdammt.

Mittwoch, 30.11.2011, 18:11 Uhr

Die Generalprobe jedenfalls bestand der Spitzenreiter schon einmal. Mit 3:1 (1:0) setzte sich Hoxfeld im Derby gegen Westfalia Gemen durch.

Spielertrainer Sven Elsbeck bemühte danach dann auch gleich das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke als Vergleich: „Nach einer Viertelstunde haben wir das Ganze schön heruntergespult. In etwa so, wie Dortmund Samstag Schalke geschlagen hat“, meinte der Übungsleiter der Borkener. Sein Gegenüber, Ralf Bugla, wertete das etwas anders: „Bis zum 1:3, nach dem wir resigniert haben, waren wir gleichwertig“, sagte Westfalias Coach hinterher und sah seine Mannschaft keineswegs in der Rolle von völlig überforderten Schalkern tags zuvor.

Verfolger und Herausforderer Union Lüdinghausen , am kommenden Sonntag (4. Dezember) Gastgeber des Spitzenspiels , der mit einem Punkt Rückstand in die Partie geht, hatte beim Vorletzten EtuS Haltern seine liebe Mühe.

Uli Leifken sah lange ein „zähflüssiges Match, denn Haltern hat uns den Schneid mit seiner körperbetonten Spielweise abgekauft“. Nachdem es also torlos in die Kabine gegangen war, musste schon ein Strafstoß im zweiten Abschnitt herhalten, damit Union auf die Siegerstraße abbog. Kapitän Patrick Drees verwandelte diesen ganz sicher, ehe sechs Minuten vor dem Ende Torsten Schnaase mit dem 2:0 dann alles klarmachte.

Ganz unten am Tabellenende unterlässt Schlusslicht Fortuna Seppenrade nichts, das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Erstmals stand der neue Coach Günter Völkel an der Seitenlinie und analysierte nach dem Schlusspfiff Altbekanntes: „Wir haben uns heute selbst geschlagen.“ Nicht zum ersten Mal. Gemeint hatte Völkel damit nicht nur die vier Gegentreffer beim 1:4 gegen Schwarz-Weiß Havixbeck, sondern auch die Rote Karte für Nicolas Reimann schon nach 37 Minuten. Beim Fortuna-Spieler lagen nach dem frühen 0:2-Rückstand offenbar die Nerven so blank, dass er einen Zuschauer beleidigte und dafür den Platzverweis als Quittung kassierte. Öfter mal was Neues. Dennoch schnupperte Seppenrade in Unterzahl noch einmal am dritten Punktgewinn der laufenden Saison, weil Lars Tillmetz auf 1:2 verkürzen konnte. Sechs Minuten später schlug jedoch Havixbeck zurück, und Seppenrades Widerstand war gebrochen.

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