Hiltrup trifft das Tor nicht
Nach dem mageren 1:1 gegen Hövelhof spricht Trainer Kruphölter vom Abstiegskampf

Münster -

Vor Saisonbeginn hatte Andree Kruphölter noch großen Optimismus bei seinem neuen Arbeitgeber versprüht – gerade erst hatte sich der TuS Hiltrup eine Klasse höher gekämpft, da sprach der neue Trainer bei der Frage nach seinen Zielen schon wieder vom nächsten Aufstieg.

Mittwoch, 23.11.2011, 21:11 Uhr

Jetzt, im tristen November und einigen verteilten Westfalenliga-Punkten fällt ein anderer Begriff, der zwar ähnlich klingt, aber ungleich schwerer über die Lippen kommt: „Wir müssen uns mit dem Thema Abstieg beschäftigen“, sprach Kruphölter gestern Nachmittag die unschöne Wahrheit schonungslos aus. Wieder hatte es für die Münsteraner nicht zu drei Punkten gereicht – nur 1:1 gegen den Hölvelhofer SV – und wieder war die mangelnde Chancenverwertung schuld. Wenn die Hiltruper nicht endlich lernen, den Kasten zu treffen, wird es im Tabellenkeller zappenduster.

Zunächst traten die Blauen dominant auf und erspielten sich gegen den Tabellennachbarn durch Stoßstürmer Sören Velling zwei Top-Chancen (4., 25.). Doch der unterstrich, warum die Hausherren bislang nur magere neun Saisontreffer verbuchen konnten. Erst im dritten Anlauf machte er es besser: Kapitän Yannick Gieseler spielte fein rechts raus, Dennis Hoeveler legte ab für Ulrich Kockmann. Ball zu Velling, der dieses Mal die Nerven behielt und die überfällige Führung nach 27 Minuten erzielte.

Kopfblockade gelöst, sollte man meinen. Aber Velling vergab kurz vor der Pause erneut, nachdem Kockmann die gesamte HSV-Abwehr mit einem Lupfer düpiert hatte – ärgerlich. Unnötig dann das schwache Zweikampfverhalten von Innenverteidiger Daniel Ziegner bei einem langen Ball, plötzlich war Nico Thieschnieder im Sechszehner frei durch und nur noch durch ein Foul von Patrick Günner zu stoppen. Strafstoß, Jan Welker trat an, Ausgleich mit dem Pausenpfiff.

In der zweiten Hälfte fehlte Hiltrup dann die Kraft, den Gegner weiter an die Wand zu spielen und so blieb es bei der Punkteteilung, die beiden Teams kaum helfen wird. „Zur Halbzeit müssen wir zwei oder drei Tore mehr erzielen“, haderte Kruphölter. „Aber wir machen das Ding vorne einfach nicht rein.“ Das muss sich schnellstens ändern, will Hiltrup nicht am Ende sein blaues Wunder erleben.

TuS Hiltrup : Lueke – Lübke, Ziegner, Günner, Gorzon – Kniesel (76. Herdin), Hagedorn, Gieseler, Hoeveler (72. Logermann) – Velling, Kockmann.

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