Spektakulär: Fascher kündigt Abschied an
Fußball: Drittligist aus Münster wird sich spätestens im Sommer einen neuen Trainer suchen müssen

Münster -

Spektakuläre Wende in der Trainer-Diskussion bei Preußen Münster. Marc Fascher hat die Debatten um seine Person, die Hängepartie um eine Vertragsverlängerung, mit einem Handstreich beendet. „Ich stehe als Trainer in der nächsten Saison bei Preußen Münster nicht zur Verfügung“, sagte der 43 Jahre alte gebürtige Hamburger gestern. Über die Beweggründe ließ sich der Fußballlehrer, persönliche Bestnote im Ausbildungslehrgang im Bereich Psychologie, nicht aus. Und: „Es gibt keinen neuen Verein.“

Donnerstag, 12.01.2012, 17:01 Uhr

Spektakulär: Fascher kündigt Abschied an : Fußball: Drittligist aus Münster wird sich spätestens im Sommer einen neuen Trainer suchen müssen
Sorgt für eine spektakuläre Wende in Münster: Trainer Marc Fascher. Foto: Jürgen Peperhowe

Faschers magere Erklärung dürfte im Moment vor allem Selbstschutz sein, schließlich will er den bis zum 30. Juni laufenden Vertrag beim Fußball-Drittligisten erfüllen. Jede unbedachte Äußerung hat in solchen Situation oft verheerende Wirkung. Fascher wirkte gestern zudem nicht so, als ob er vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen wolle. Vielmehr erklärte er sich kampfbereit und will die Saison für den Aufsteiger zu einem guten Ende führen.

Fascher hatte im März 2010 beim damaligen Regionalligisten aus Münster den beurlaubten Roger Schmidt ersetzt. In der Saison 2010/11 gelang der Gewinn der Meisterschaft und der Aufstieg in die 3. Liga. Es war Münsters erster Aufstieg seit 1989, Faschers Renommee glich ab sofort fast schon dem eines Helmut Horsch. Letztgenannter hatte vor 23 Jahren den SCP in die 2. Bundesliga geführt.

Nach einem tollen Start in die 3. Liga kamen die Preußen in dieser Spielzeit zuletzt nicht mehr von der Stelle, der Aufsteiger überwinterte auf Rang 13. Den beiden kommenden Partien bei Zweitliga-Absteiger RW Oberhausen sowie der Heimpartie gegen Carl-Zeiss Jena kommt besondere Bedeutung zu. Beide Gegner stehen auf Abstiegsrängen und wollen den SCP wieder in den Morast ziehen. Im schlechtesten Fall rutschen die Preußen also in den Abstiegskampf – kein Geheimnis, dann wären die Tage von Marc Fascher gezählt. Verhandlungen über eine fast schon sicher geglaubte Vertrags-Verlängerung wurden jedenfalls vor Weihnachten eingefroren.

„Marc Fascher wusste, dass wir mit der sportlichen Entwicklung der Mannschaft nicht zufrieden sind. Zusammen wollten wir eine Trendwende herbeiführen, dann hätten wir die Vertragsgespräche wieder aufgenommen“, umriss Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis den Zeitplan. Mit dem Ex-Bochumer Dennis Grote und dem Zweitliga-erprobten Fabian Hergesell erhielt der Coach gestern zwei „Wunschspieler“ auf den Trainingsplatz gestellt, Ex-Preußen-Kapitän Stephan Küsters wurde als Team-Koordinator installiert – wenige Stunden später gab Fascher seinen Abschied im Sommer bekannt.

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