Sensation der SG Coesfeld/Nottuln
Routiniers bezwingen den Favoriten

Nottuln -

Kaum Chancen hatten sich die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln bei der Endrunde des Westfalen-Pokals ausgerechnet, die in Kredenbach im Siegerland stattfand.

Dienstag, 21.02.2012, 18:02 Uhr

Die SG war der einzig verbliebene Landesligist in einem Viererfeld, das ansonsten nur aus Verbandsligisten bestand.

Doch die heimischen Faustballer hatten Losglück. Die beiden stärksten Mannschaften – der TV Kredenbach 1 und der TV Westfalia Hamm – trafen erst im ersten Halbfinale direkt aufeinander, während sich die SG im zweiten Halbfinale mit der nicht ganz so starken zweiten Mannschaft des Ausrichters auseinandersetzen durfte.

Sehr zum Leidwesen der heimischen Zuschauer, die auf ein reines Kredenbacher Finale gehofft hatten, zeigten die Spieler aus Nottuln und Coesfeld in ihrem Halbfinale eine starke Leistung und setzten sich souverän mit 2:0 (15:9, 15:10) durch.

Im Finale traf die SG dann auf den haushohen Favoriten Kredenbach 1, eine Mannschaft, die in der aktuellen Verbandsliga-Saison keinen einzigen Satz abgegeben hatte und auch als großer Favorit für die am kommenden Wochenende stattfindenden Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga gilt. Doch die SG setzte den Gegner von Beginn an unter Druck. Die Abwehrreihe, bestehend aus dem 15-jährigen Nachwuchsspieler Hendrik Langer und dem 48-jährigen Routinier Christian Bolz , stand sicher und wehrte eine Reihe scharf geschlagener Angriffsbälle ab. Die ebenfalls schon dem Seniorenbereich zugehörige Angriffsachse mit Frank Dröger und Thomas Langer konnte dadurch immer wieder erfolgreich punkten. Auch Zweitangreifer Christopher Schulz, der einzige Nottulner Spieler, der vom Alter her in dieses Finale passte, fügte sich nahtlos in das starke Spiel seiner Mannschaft ein. Der Favorit war von solcher Gegenwehr überrascht und wankte, doch bis zum Stand von 14:14 blieb das Spiel offen. In der Satzverlängerung blieb die SG dann cool, ließ Kredenbach die Fehler machen und sicherte sich den ersten Satz mit 16:14.

Auch im zweiten Satz zeigten die heimischen Faustballer eine couragierte Leistung und gewannen mit ihrer Routine erneut bald Oberwasser.

Die Kredenbacher wurden nun immer nervöser und machten ungewohnt viele leichte Fehler. Am Ende blieb es den drei Routiniers Bolz, Dröger und Langer vorbehalten, mit einem schönen Spielzug den 15:12-Satzgewinn und damit einen nie erwarteten 2:0-Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Damit haben die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln nach 2006 zum zweiten Mal den Westfalen-Pokal gewonnen.

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