Noch drei Spiele mit den letzten Reserven
Preußen-Trainer Pavel Dotchev hat nur 14 gesunde Spieler

Münster -

Der SC Preußen Münster hat in seiner ersten Drittliga-Saison seine Schuldigkeit getan. Die Mannschaft um Trainer Pavel Dotchev hat das Klassenziel erreicht und bestreitet den Saison-Showdown fernab aller Aufstiegshoffnungen und Abstiegsnöte – und dennoch bleibt der SCP ein wichtiges, möglicherweise entscheidendes Teil in der Aufstiegskalkulation zu Liga zwei. Nachdem am vergangenen Wochenende der SV Sandhausen im Preußenstadion den Aufstieg perfekt machte, geht es auch für die letzten beiden Preußen-Gegner noch um alles.

Mittwoch, 25.04.2012, 08:04 Uhr

Noch drei Spiele mit den letzten Reserven : Preußen-Trainer Pavel Dotchev hat nur 14 gesunde Spieler
Trainer Dotchev Foto: Jürgen Peperhowe

Folglich wird sich Dotchev schon aus Fairnessgründen mühen. die Spannung im Team aufrechtzuerhalten. Am Samstag gastiert Münster beim FC Heidenheim , der als Tabellensiebter derzeit drei Punkte Rückstand auf Platz drei und die damit verbundene Aufstiegsrelegation aufweist. Für Trainer Frank Schmidt und sein Team ist ein Dreier gegen die Preußen absolute Pflicht, um die theoretischen Aufstiegshoffnungen am Leben zu erhalten. Eine Woche später sind die Offenbacher Kickers zu Gast im Preußenstadion . Auch die Hessen spekulieren noch auf den dritten Rang, liegen derzeit mit zwei Zählern Rückstand auf Jahn Regensburg als Vierter in Lauerstellung. Auch hier könnte es zu einem Endspiel in Münster kommen. Pavel Dotchev weiß um die Pflichten des SC Preußen als ehrenwerte Sportsmänner. „Das ist doch selbstverständlich, dass jeder 100 Prozent gibt. Davon gehe ich aus, nichts anderes dulde ich. Wenn jemand meint, sich schonen zu wollen, dann nehme ich ihn raus“, wählt der Preußentrainer klare Worte. Allerdings bietet die aktuelle Personalsituation wenig Grund zum Optimismus. Beim Dienstagstraining hatte der Trainer gerade mal 14 einsatzbereite Spieler um sich versammelt. „Bis Freitag hoffe ich, dass Stefan Kühne und Jens Truckenbrod noch dazustoßen.“ Inklusive Ersatztorwart würde der Preußen-Tross dann mit 17 Spielern gen Heidenheim aufbrechen. „Und mehr werden es bis zum Saisonende nicht.“ Vor allem im Defensivbereich hat Dotchev ein vergleichsweise fadenscheiniges Mauerwerk zusammengefügt. Dominique Ndjeng, Philipp Heise, Jürgen Duah, Fabian Hergesell und Julian Westermann bilden die alles andere als eingespielten Komponenten der Abwehrkette. Aber auch in kleiner Besetzung will Dotchev eine schlagkräftige Truppe aufbieten. „Das kann ich versprechen“, sagt der Preußen-Coach. „Da hängt sich jeder rein. Zumal wir ja auch noch ein weiteres wichtiges Spiel haben.“ Am Mittwoch, 2. Mai, geht es im Verbandspokal-Halbfinale gegen den SC Verl (19 Uhr, Preußenstadion) nicht nur um den Einzug ins Endspiel, sondern vor allem um die Qualifikation für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal, die Mitte August ausgespielt wird. „Und da wollen wir mit dabei sein.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/710210?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F28152%2F715013%2F715014%2F
Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Fußball: 3. Liga: Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Nachrichten-Ticker