Reichlich Rotation
Die Kugel rollt: Pavel Dotchev bringt wieder Bewegung in die Startelf

münster -

Beim SC Preußen ist sicher, dass nichts sicher ist. Jedenfalls nicht, wenn es derzeit um einen Platz in der Startelf geht. „Zu 90 Prozent habe ich die Aufstellung im Kopf. Dieses Mal werde ich mich aber erst am Spieltag festlegen“, ließ Trainer Pavel Dotchev seine Zuhörer gestern im Ungewissen. Die (Roulette-)Kugel rollt – bis heute. Dabei ist zum Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken reichlich Rotation gewiss. Auch das ist sicher.

Freitag, 13.04.2012, 19:04 Uhr

Reichlich Rotation : Die Kugel rollt: Pavel Dotchev bringt wieder Bewegung in die Startelf
Will den Gast aus dem Saarland nicht aus den Klauen lassen und die Punkte ein weiteres Mal im eigenen Stadion behalten: der Preußen-Adler Foto: Heinz Schwarze-Blanke

Während Stefan Kühne und Patrick Huckle nach abgesessener Gelbsperre ins Team zurückkehren, sollte auch für die in Burghausen geschonten Marco Königs, Björn Kluft und Jose Pierre Vunguidica die Erholungsphase beendet sein. „Statt zweimal 70 Prozent zu erreichen, ist mir einmal hundert lieber“, begründet Dotchev die Maßnahme. Weichen wird auf jeden Fall Dominique Ndjeng. Was nichts mit seiner souveränen Leistung zu tun hat. „Er ist gesund, aber noch nicht fit. Zwei Spiele in vier Tagen möchte ich ihm nicht zumuten. Es ist aber ein gutes Gefühl, ihn auf der Bank und somit in der Hinterhand zu haben“, verrät Dotchev immerhin.

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Kühne rückt in die Abwehr

Ferner, dass Kühne somit wieder eine Rolle in der Abwehr-Achse übernehmen wird. „Auch auf Truckenbrod und Hergesell kann ich nicht verzichten“, sagt er weiter. Dass Königs, Kluft und Vunguidica die Offensive beleben sollen, ist sicher. Ein Bankplatz für Dennis Grote („Er trifft häufig die falsche Entscheidung“) und Nejmeddin Daghfous („Er bringt seine Aktionen nicht zu Ende“) wahrscheinlich.

Heimserie ausbauen

Schließlich sollen sich die Adlerträger auch weiterhin als Serientäter entpuppen. In den zurückliegenden vier Heimpartien gab es keine Niederlage, die letzten drei Spiele wurden in Folge gewonnen. „Das soll uns auch gegen Saarbrücken gelingen. Dann dürften wir sicher sein“, kalkuliert Dotchev wage. Weiter spekulieren mag er nicht. „Ich will noch nicht rechnen. Erst einmal gilt es, unseren Job zu erledigen.“

Kaum Gefahr bei Standardsituationen

Dabei würden gefährlichere Standards – allen voran Freistöße – helfen. Das räumt der 47-Jährige durchaus kritisch ein. „Defensiv stehen wir bei Standards stabil, haben in meiner Zeit erst zwei Tore bekommen. Aber in der Offensive ist das zu wenig. Da liegt die Ausführung im Argen, da haben wir Bedarf.“ Kluft, aber auch Philip Heise gelten als Hoffnungsträger. Das ist sicher – wenn sie denn spielen.

► Am Montag wird Clement Halet von Prof. Dr. Horst Rieger operiert. Der Franzose hatte sich im Heimspiel gegen Erfurt das vordere Kreuzband im rechten gerissen. Zuvor hat auch Daniel Masuch im Clemenshospital einen Termin beim Mannschaftsarzt. Gemeinsam soll das weitere Vorgehen (knöcherner Bandabriss am Mittelfinger der rechten Hand) festgelegt werden. Ein vorzeitiges Saisonende, auch aus Gründen der Prävention, ist nicht ausgeschlossen.

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