Wieder eine Zitterpartie
Preußen Münster muss im Viertelfinale des Westfalenpokals in Lippstadt in die Verlängerung

Lippstadt -

Das hatten sich die Preußen ganz anders vorgestellt. Das Viertelfinale im Westfalenpokal wurde gestern Abend zu einer Angelegenheit, die erst nach zwei Stunden mit 2:0 für den SCP entschieden war. Der Drittligist gastierte beim Westfalenligisten SV Lippstadt 08, konnte den Drei-Ligen-Unterschied im idyllischen Waldschlösschen aber kaum unter Beweis stellen. In der regulären Spielzeit war die Partie absolut ausgeglichen und endete torlos. Wobei die Gastgeber ihre größte Chance vier Minuten vor dem Abpfiff hatten, als Münsters Max Schulze Niehues einen Pahlke-Kopfball hervorragend parierte.

Mittwoch, 18.04.2012, 22:04 Uhr

Wieder eine Zitterpartie : Preußen Münster muss im Viertelfinale des Westfalenpokals in Lippstadt in die Verlängerung
Später Preußen-Jubel: Radovan Vujanovic, Massimo Ornatelli, Björn Kluft und Jens Truckenbrod freuen sich über den Zittersieg in Lippstadt. Foto: Jürgen Peperhowe

Erst in der Verlängerung wurden die Preußen überlegen, und dank der eingewechselten Angreifer Marco Königs und Radovan Vujanovic auch torgefährlich. Beide waren für das 1:0 in der 94. Minute verantwortlich, als Königs köpfte und Vujanovic abstaubte. In der 117. Minute gelang Massimo Ornatelli das 2:0. Ess war die Entscheidung vor rund 2200 Besuchern. Im Halbfinale trifft der SCP auf den Regionalligisten SC Verl. Preußen-Trainer Pavel Dotchev ließ seine Angreifer zunächst auf der Bank und setzte auf Björn Kluft als einzige Spitze.

Letztlich war das zu wenig, um die engagierten Gastgeber ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Vor der Pause war es zweimal Kapitän Stefan Kühne, der für die Offensivaktionen der Preußen sorgte. Aber im ersten Fall wurde sein Kopfball von Lippstadts Schlussmann Damian Liesemann prächtig pariert, im zweiten kam er um eine Fußspitze zu spät. Das war es aber auch schon mit torgefährlichen Szenen der Gäste. Für die Gastgeber stand der Ex-Schalker Björn Traufetter schon nach sechs Minuten vor dem Führungstreffer, aber Schulze Niehues war auf dem Posten. In der zweiten Halbzeit forcierten die Münsteraner ihr Angriffsspiel. Die beste Gelegenheit war ein Schuss von Schmider, ein Nachschuss von Siegert und ein Kopfball von Kluft. Alles direkt hintereinander, alles aber abgewehrt.

Also gab es einen Nachschlag unter Flutlicht, den sich die Preußen gerne erspart hätten. Das gilt aber auch für den Gegner. Denn der SV Lippstadt 08 hat in dieser Spielzeit noch viel vor. In der Westfalenliga steht man an der Spitze und hält den hartnäckigsten Verfolger aus Hamm auf Distanz. Sollte Platz eins gehalten werden, winkt die Relegation gegen den Vierten der NRW-Liga.

In Hin- und Rückspiel soll der Einzug in die Regionalliga klargemacht werden. Ein Zwei-Klassen-Sprung mit Ansage, denn die Lippstädter haben ihr Personal so ausgewählt, dass der Coup gelingen kann. Fast die Hälfte der ersten Elf hat schon in der Oberliga und höher gespielt, bringt also Professionalität in die Provinz. Und ganz nebenbei sollte dann auch noch der Einzug ins Halbfinale des Westfalenpokals erledigt werden. Aber da spielten die Preußen letztlich doch nicht mit.

Preußen: Schulze Niehues – Duah, Kühne (71. Ndjeng), Hergesell, Heise – Schmider (91. Vujanovic) – Siegert, Ornatelli, Truckenbrod, Grote (56. Königs) – Kluft.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/705306?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F28152%2F715013%2F715014%2F
Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Fußball: 3. Liga: Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Nachrichten-Ticker