Die „Schweiger“ wollen brennen
Fußball: Der TuS Hiltrup setzt im Derby gegen Gievenbeck auf „Power und Leidenschaft“

Münster -

Vor ein paar Tagen besuchten Ralf Lütkemeyer und Maik Weßels gemeinsam eine Trainer-Fortbildung in Gelsenkirchen. „Wir kennen uns schon einige Zeit und verstehen uns gut“, sagt Lütkemeyer. Morgen im Westfalenliga-Derby zwischen dem TuS Hiltrup und dem 1. FC Gievenbeck sind die Fußball-Trainer Gegner. Lütkemeyer kämpft mit den „Blauen“ um den Klassenerhalt, Weßels möchte mit dem FCG rauf in die Oberliga. Gemeinsam hoffen sie auf eine große Kulisse. „Es gibt doch nichts Motivierenderes, als vor vielen Fans zu spielen“, erklärt Weßels.

Freitag, 04.05.2012, 17:03 Uhr

Die „Schweiger“ wollen brennen : Fußball: Der TuS Hiltrup setzt im Derby gegen Gievenbeck auf „Power und Leidenschaft“
Traf in dieser Saison bereits 14 Mal für den 1. FC Gievenbeck: Michael Fromme. Foto: wh

Beim TuS wissen sie sehr genau, was die Stunde geschlagen hat. Fünf Runden vor Schluss trennen Hiltrup drei Punkte vom rettenden Ufer. Da ist nicht mehr viel Raum für Fehltritte, zumal die Konkurrenz, Spexard und Stadtlohn, morgen vor lösbaren Aufgaben steht. Für die Partie gegen Gievenbeck fordert Lütkemeyer „Power und Leidenschaft“ von den Seinen. „Ich will Emotionen sehen“, sagt er, „und ich will, dass jeder jeden mitnimmt und anfeuert. Für den Preis ‚Schweiger des Jahres‘ hat sich die Mannschaft lange genug beworben.“ Lütkemeyer, ein Hiltruper Urgestein, hatte den Viertletzten des Klassements erst in der vergangenen Woche übernommen. Zuvor war die Zusammenarbeit mit Andree Kruphölter beendet worden. Beim 1. FC Gievenbeck gab es vor vielen Jahren die letzte Trainerdiskussion. Coach Maik Weßels hat den Club aus der Landes- in die Westfalenliga geführt, nun lockt der Sprung in die Oberliga als nächstes großes Ziel. Der FCG ist hinter dem SC Preußen die Nummer zwei im münsterischen Fußball. Und genau das will er auch morgen im Nachbarschaftskampf unterstreichen. „Das wird ein geiles Derby. Wir sind richtig heiß auf dieses Spiel. Und potenziellen Zuschauern kann ich nur sagen: Es lohnt sich zu kommen“, sagt Weßels. Die Gievenbecker sind seit Wochen ziemlich gut drauf. Zuletzt errangen sie 16 von 18 möglichen Punkten. Doch was war, zählt nicht, wenn morgen um 15 Uhr der Anpfiff ertönt. Weßels rechnet mit einem starken und hoch motivierten Gegner. Er geht davon aus, dass der Trainerwechsel „der Mannschaft gut getan hat.“ Tatsächlich verkaufte der TuS seine Haut beim Debüt unter Lütkemeyer seht teuer: Beim Tabellenzweiten Hamm unterlag er nur knapp 1:2. Morgen will sich Hiltrup den Aufwand in Punkten auszahlen lassen. Geschenkt gibt es nichts. „Meine Jungs werden sich zerreißen“, kündigt Weßels an. Nachher werde er seinem Kollegen dann alles Gute wünschen für den Rest der Saison.

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