Niederlage macht Mut
TuS verliert Derby gegen Gievenbeck, ist aber in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft

Münster -

Maik Weßels bekommt nur selten Konkurrenz, was die Stimm-Lautstärke angeht. Der Coach des FC Gievenbeck gibt immer hochemotional und verbal höchst eindrucksvoll den Einpeitscher an der Seitenlinie. Doch beim Derby gegen den gastgebenden TuS Hiltrup rieb sich Weßels verwundert die Augen – beziehungsweise Ohren. Denn auch der neue Übergangstrainer der Blauen, das Hiltruper Urgestein Ralf Lütkemeyer, reizte die Grenzen seines Organs voll aus. Genutzt hat es dem akut abstiegsgefährdeten Hiltrupern nicht, man unterlag mit 0:2. Und dennoch scheint Lütkemeyers Leidenschaft nicht auf taube Ohren zu stoßen. Gerade in der zweiten Hälfte lieferten die vom Verletzungspech arg gebeutelten Hausherren eine aufopferungsvolle Leistung ab und können optimistisch an die schwierige Aufgabe Klassenerhalt gehen.

Sonntag, 06.05.2012, 19:05 Uhr

Niederlage macht Mut : TuS verliert Derby gegen Gievenbeck, ist aber in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft
Packender Zweikampf: Janis Hohenhövel (re./Gievenbeck) rangelt mit Sören Velling um das Objekt der Begierde. Foto: Wilfried Hiegemann

Die Gäste mit dem besseren Start. Schon nach elf Minuten war die Führung überfällig, als Gievenbecks Top-Torjäger Michael Fromme aus fünf Metern übers leere Gehäuse drosch. Erst nach gut einer halben Stunde übernahmen die Hiltruper das Kommando, doch auch bei ihnen versagten die Nerven: Jan Kniesel kam aus gleicher Position wie Fromme zum Abschluss, verfehlte aber mindestens genau so weit. Direkt im Gegenzug mussten die Gastgeber die nächste bittere Pille schlucken, als der bis dahin bärenstarke Daniel Ziegner über einen flachen Fromme-Pass schlug, der sich unhaltbar über Lennart Lueke ins Tor senkte. Eigentor, 0:1 nach 42 Minuten, Gievenbeck jubelte verhalten. Trotz des unglücklichen Rückstands steckte Hiltrup auch nach der Pause nicht auf, schnürte den Favoriten in der eigenen Hälfte ein und kam zu vielen Abschlüssen. Bei denen fehlte allerdings deutlich die Präzision. Weßels bewies dann kurz vor Spielende ein goldenes Händchen, brachte Clemens Donner. Der brauchte keine zehn Sekunden, um über links zu sprinten, Ziegner zu vernaschen und humorlos das 0:2 nach 89 Minuten zu erzielen. Die Entscheidung. „Der Sieg war für uns sehr glücklich“, gab Weßels unumwunden zu. „Wir hatte in der zweiten Halbzeit keinen Zugriff mehr auf das Spiel.“ Ein glückliches Gievenbeck in Hochform, 19 von 21 möglichen Punkten. Da darf in Richtung Aufstieg geschielt werden. In die andere Richtung muss der TuS schauen, tut das in Person von Lütkemeyer optimistisch: „Die zweite Halbzeit war saugeil. Wenn wir so weiterspielen, können wir die nötigen Punkte einfahren.“ TuS: Lueke – Lübke, Ziegner, Gieseler, Hoeveler (87. Homann)– Velling, Nowitzki (70. Becker), Castro , Kniesel – Kockmann, Weber (59. Gockel). – Gievenbeck: Eschhaus – Kleine, Dirksen, Bonnekessel, Krasenbrink (66. Steinkamp) – Fromme, Heubrock (74. Keil), Hohenhövel, Westphal, Leifken (88. Donner) – Daldrup.

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