Ziel erreicht
SC Preußen im DFB-Pokal / TV-Gelder sprudeln / Am liebsten gegen Zweitligisten / Personalplanung vage

Münster -

Über die spielerischen Schwächen ging Pavel Dotchev generös hinweg. Das zweite wesentliche Ziel seiner nun gut dreimonatigen Amtszeit als Cheftrainer des SC Preußen Münster hat er erreicht. Der Fußball-Drittligist steht zum vierten Mal sei 2008 im DFB-Pokal. Der 3:0-Erfolg im Westfalenpokal-Halbfinale über den SC Verl über 3828 Zuschauern war vor allem dem treffsicheren Björn Kluft geschuldet, der mit einem Hattrick innerhalb einer halben Stunde (60., 81, und 90. Minute) einer insgesamt faden Partie die entsprechende Würze verpasste.

Donnerstag, 03.05.2012, 17:05 Uhr

Ziel erreicht : SC Preußen im DFB-Pokal / TV-Gelder sprudeln / Am liebsten gegen Zweitligisten / Personalplanung vage
Hier am Boden, beim SC Preußen nicht nur wegen seins Pokal-Hattricks obenauf: Björn Kluft Foto: Jürgen Peperhowe

„Ich wünsche mir in der ersten Runde einen machbaren Gegner“, sagte Dotchev unaufgeregt nach der Begegnung gegen den Regionalligisten. Und auch Club-Chef Dr. Marco de Angelis stieß in dieses Horn: „Wir hatten drei Mal in Folge Erstligisten im DFB-Pokal als Gegner. Vielleicht hätten wir gegen einen normalen Zweitligisten eine größere Chance aufs Weiterkommen.“ VfL Bochum , Hertha BSC Berlin und der VfL Wolfsburg gastierten an der Hammer Straße, jeweils ausverkauft wurde gemeldet. Vermutlich würde bei einem Zweitliga-Los auch der Andrang riesengroß sein. Also, ein Zweitligist soll her, und dann die Runde der letzten 32 erreicht werden. In diesem Fall würde der Verein allein 340 000 Euro durch TV-Gelder einnehmen können. SCP-Präsident de Angelis zog ein positives Fazit der letzten Wochen: „Trotz der vielen Ausfälle haben in den wichtigen Partien die Ergebnisse gestimmt.“ Drei Spieltage vor Saisonende stand der Ligaerhalt fest. Drei Tage vor dem letzten Punktspiel daheim gegen Kickers Offenbach wurde die Qualifikation für den DFB-Pokal erreicht. Eine Baustelle ist jedoch noch nicht abgearbeitet: Kapitän Stefan Kühnes Wink mit dem Zaunpfahl war nicht zu überhören nach dem Pokalsieg: „Ich ziehe den Hut vor vielen Spielern, vor allem vor denen, deren Verträge auslaufen. Das müssten so um die 16 sein. Die spielerische Leistung war zwar nicht gut, aber die Einstellung stimmte“, sagte Kühne. Der Kapitän vertrat offensiv, was im Kader als Kritik an der Sportlichen Leitung um Garsten Gockel und Trainer Pavel Dotchev debattiert wurde: Viele Spieler mit auslaufenden Verträgen sind im Unklaren über das Interesse ihres Arbeitgebers. Einer gehört nicht dazu: Björn Kluft . Die Offensivkraft blühte in den letzten Wochen auf. Erst nach der Saison will er bekannt geben, wo er demnächst Fußball spielt. Weiterhin wird der VfL Bochum als künftiger Arbeitgeber kolportiert. „Ich denke, es scheitert nicht am Geld“, sagt Vereinschef Dr. Marco de Angelis, die Preußen haben sich mit ihrem Angebot gestreckt. Kluft dürfte die sportliche Perspektive mehr reizen. Offen ist auch, ob der kanadische Nationalspieler Jonathan Bourgault, der in der ersten Trainingsphase im Juni zu drei Länderspielen abgestellt werden muss, in Münster bleibt. „Die Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagte der aktuell verletzte Bourgault. Ein neues Ausleihgeschäft mit dem 1. FC Köln bezüglich Jose-Pierre Vunguidica ist fraglich. Vunguidica dürfte seine Zukunft in der 2. Bundesliga sehen. Ein anderer Kandidat aus Köln könnte Stefan Salger sein, der in dieser Spielzeit an den VfL Osnabrück ausgeliehen war. Salger stand bei den Preußen schon einmal auf der Wunschliste. Patrick Huckle, der Publikumsliebling, wird wohl nicht beim SCP bleiben. Auch andere wissen noch nicht mehr wie Dominique Ndjeng, Julian Westermann, Nejmeddin Daghfous oder Philipp Heise.

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