Starke LG Ratio bei U-23-DM
6,72 Meter – Malkus springt Weltjahresbestleistung

Münster -

Der Weite scheinen keinerlei Grenzen gesetzt, das Ende der Fahnenstange ist nicht absehbar. Jeder Weitsprung-Wettbewerb, an dem Lena Malkus teilnimmt, produziert außergewöhnliche Schlagzeilen. Das war auch bei den Deutschen U-23-Meisterschaften so, die am Wochenende in der südpfälzischen Kleinstadt Kandel ausgetragen wurden. Mit 6,25 Metern lag die amtierende Deutsche Meisterin von der LG Ratio vor dem sechsten und letzten Sprung auf Platz zwei. Doch im sechsten Versuch haute die 18-Jährige einen sensationellen Sprung heraus, der bei 6,72 Metern endete. Titel verteidigt, persönliche Bestweite und Jahresbestleistung in der Altersklasse U 23 – erneut hatte die Ratio-Athletin jede Menge Gesprächsstoff geliefert.

Montag, 30.07.2012, 10:07 Uhr

Starke LG Ratio bei U-23-DM : 6,72 Meter – Malkus springt Weltjahresbestleistung
Wie von einem anderen Stern: Lena Malkus sprang bei den Deutschen U-23-Meisterschaften in Kandel mit 6,72 Metern Weltjahresbestleistung. Foto: Iris Hensel

Das „Malkus-Phänomen“ faszinierte die Zuschauer und beeindruckte die Konkurrenz. In geradezu vornehmer Zurückhaltung sicherte sich Lisa Steinkamp vom VfL Sindelfingen mit einer Weite von 6,38 Metern Rang zwei. Allein dieser Unterschied von 34 Zentimeter zur Münsteranerin offenbart: Malkus springt in ihrer Altersklasse, als käme sie von einem anderen Stern. „Es ist ein schönes Gefühl, diese Sicherheit zu haben. Ich habe wieder das Adrenalin gespürt“, sagte Lena hinterher. Und ihre Trainerin Elke Bartschat fügte hinzu: „Lena hat dieses Selbstvertrauen. Sie weiß, was sie kann.“ In Kandel war es wieder einmal ein großes Plus, dass es ihr gelang, Schnelligkeit, Sprungkraft, Gewandtheit und Beweglichkeit perfekt zusammenzubringen. Paaren sich diese motorischen Grundeigenschaften mit einer gehörigen Portion mentaler Stärke, dann kann es passieren, dass solch ein Satz wie der am Samstag herauskommt.

Freilich machten auch andere LG-Aktive in Kandel auf sich aufmerksam. So verpasste Nina Stöcker bei ihrem ersten Rennen über 5000 Meter nur haarscharf die Bronzemedaille. In 17:21,22 Minuten belegte sie Rang vier. „Wenn man so knapp eine Bronzemedaille verpasst, ist das ärgerlich“, sagte Stöcker, die nicht ganz zufrieden war. Ihre Teamgefährtin Frederike Straeten kam nach 17:32,46 Minuten als Neunte ins Ziel.

Theresa Greb holte sich im Dreikampf mit 13,20 Metern die Silbermedaille. Die Leistung ist schon deshalb hoch einzuschätzen, weil die 22-Jährige wegen eines vereiterten Zahns unter starken Schmerzen und deshalb gehandicapt gestartet war. Bartschat: „Wir sind froh, dass es trotzdem geklappt hat.“ Lena Saathoff wurde mit 12,32 Metern Siebte. Greb holte mit der 4x100-Meter-Staffel, in der auch Kathrin Czichon, Lena Malkus und Maren Silies starteten, in 46,30 Sekunden hinter der LG München Silber.

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