Triathlet Dirk Casimir
Über Lanzarote nach Hawaii?

Nottuln -

Er ist spät zum Triathlon gekommen, seitdem aber sehr erfolgreich gewesen: Dirk Casimir. Der Lüdinghauser ist in Nottuln Schwimmmeister und kann schon von Berufs wegen gut schwimmen. Dass er aber auch schnell Rad fahren und laufen kann, hat er bewiesen.

Samstag, 21.07.2012, 15:07 Uhr

Vielen Nottulnern ist der Lüdinghauser Dirk Casimir durch seine Tätigkeit als Schwimmmeister in den Nottulner Bädern bekannt. Was aber nicht jeder wissen dürfte: Außerhalb seiner Arbeit ist der 42-Jährige erfolgreicher Triathlet. Der Lüdinghauser startet für das Tri-Team der DJK Dülmen , das in der NRW-Seniorenliga an den Start geht und in der vergangenen Saison auf Platz drei gelandet ist.

Dabei betreibt Dirk Casimir Triathlon erst seit 2007. „Vorher habe ich Kraftsport gemacht, und geschwommen bin ich natürlich von Berufs wegen.“ Mit dem Laufen habe er bis dahin nichts am Hut gehabt. „Ich bin früher nach drei Kilometern aus der Puste gewesen.“

Motiviert habe ihn die Autobiografie „Lauf um dein Leben – vom Junkie zum Ironman “ von Andreas Niedrig, in der der bekannte deutsche Spitzen-Triathlet seinen turbulenten Lebensweg beschreibt. Nach einem selbstsicheren „Das kann ich auch“ wurde Casimir von einem Kollegen zu einem Triathlon angemeldet und überzeugte. Inzwischen hat er bei den Sportveranstaltungen Niedrig auch persönlich kennengelernt. „Ein witziger Typ ganz ohne Starallüren. Der unterhält sich ganz locker mit jedem, egal ob du gut bist oder schlecht.“

Casimir hat inzwischen bewiesen, dass er ein guter Triathlet ist: Nachdem er wegen einer Verletzung in diesem Jahr die Ironman-Qualifizierung in Regensburg für die Weltmeisterschaft auf Hawaii absagen musste, konnte er jüngst wieder neue Erfolge verbuchen.

Beim 5. Sparda-City-Triathlon in Münster gewann er in seiner Altersklasse M40 und holte den fünften Platz in der Gesamtwertung. Bei widrigen Wetterbedingungen lag seine Gesamtzeit über die Olympische Distanz bei 2:03:97 Stunden. Für das Schwimmen (1,5 km) brauchte er 18:41 Minuten (netto), beim Radrennen über 40 Kilometer 1:03:22 Stunden und beim Laufen über die 10-Kilometer-Strecke 38:24 Minuten. Mit dem Radfahren war Casimir nicht zufrieden: „Ich bin kein Regentyp, das ewige Runterbremsen vor den Kurven, wenn die Fahrbahn nass ist, liegt mir überhaupt nicht.“

Eine Woche zuvor, beim Jubiläumstriathlon in Saerbeck, belegte Dirk Casimir in der Gesamtzeit von 1:59:52 Stunden über die Olympische Distanz den zweiten Platz in seiner Altersklasse. Er lacht: „Der Sieger war erst 40.“ Und gewann die Gesamtwertung, in der Casimir am Ende auf Platz vier rangierte. Für die Schwimmstrecke (1,5 km) brauchte er 20:01 Minuten, für die 38 Kilometer lange Radstrecke 1:02:04 Stunden und noch einmal 37:47 Minuten für den abschließenden 10-Kilometer-Lauf.

Damit knüpft der Triathlet an seine Erfolge aus dem vergangenen Jahr an, als er beim Ironman in Roth das Ziel innerhalb von 9:28:12 Stunden erreichte. 56:35 Minuten Schwimmen über 3,8 Kilometer, die 180-km-Radstrecke bewältigte er in 5:01:11 Stunden, den abschließenden Marathon in 3:25:40 Stunden. Damit belegte der Lüdinghauser Platz 125 in der Gesamtwertung der Männer und Platz 24 in seiner Altersklasse.

Für das kommende Jahr hat Casimir den Ironman in Lanzarote gebucht, genau wie Regensburg auch ein Qualifikation-Wettkampf für den Ironman auf Hawaii. Und der ist natürlich der Traum eines jeden Triathleten. „Klar, da möchte ich gerne mal hin.“

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