Triathlon: Challenge in Roth
Großer Aufwand für ein kühles Bier

Gronau -

Das Trainingstagebuch gibt die unbestechliche Auskunft: Etwa 80 km hat Michael Graff seit Mitte März schwimmend zurückgelegt, 3700 km auf dem Rad heruntergespult und 900 km gelaufen, fast 20 Stunden war er so jede Woche sportlich aktiv – und hatte immer ein Ziel vor Augen: den Challenge in Roth am Sonntag, wenn 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen auf dem Programm stehen.

Freitag, 06.07.2012, 15:07 Uhr

Triathlon: Challenge in Roth : Großer Aufwand für ein kühles Bier
Der 48-jährige Michael Graff (TV Gronau) gibt am Sonntag in Roth sein Debüt über die „Ironman“-Distanz. Foto: gp

Für den 48-jährigen Triathleten des TV Gronau soll es die Premiere über die „Ironman-Distanz“ werden, die Vereinskollegen Silke Lammers, Joachim Flüthmann, Andreas Grüter, Heiko Kaack, Rolf Schweiger und Edgar Teuber sowie André Winkelhorst vom TV Westfalia Epe haben schon „Roth-Erfahrung“, wenn sie am Sonntag in aller Frühe zum Schwimmen in den Main-Donau-Kanal springen. Gemeinsam in einer Staffel wollen Elmar Buss schwimmend, Rembert Schütte auf dem Rad und Annette Nassmacher laufend erneut die insgesamt 226 km meistern.

„Als Läufer wollte ich irgendwann Marathon laufen, als Triathlet eben die Königsdisziplin schaffen“, antwortet Michael Graff auf die Frage, warum er die Mühen im Training auf sich genommen hat. Denn oft war dies für ihn ein einsamer Kampf, da er im Schichtsystem beschäftigt ist und er so nur unregelmäßig in der Gruppe trainieren konnte, wie er berichtet. „Da habe ich mich schon gefreut, wenn das Wetter wenigstens mal mitspielte“, beklagt er genau wie die anderen die nicht überragenden Wetterbedingungen der letzten Wochen.

„Als wir am Montag die letzte lange Schwimmrunde vor Roth im Drilandsee absolviert hatten, haben wir alle laut gejubelt“, berichtet Edgar Teuber und unterstreicht, dass jetzt auch die Langdistanz-Erfahrenen einfach froh sind, dass es am Sonntag endlich so weit ist. „Finishen steht immer an erster Stelle“, unterstreichen sie alle, dennoch sind bei ihnen die Ziele natürlich etwas konkreter gesteckt als bei Michael Graff. Zeiten zwischen 10 Stunden und 10:30 Std. hatten Heiko Kaak, Rolf Schweiger und Andreas Grüter vor zwei Jahren erzielt, 10:38 Std. waren es bei An­dré Winkelhorst. Diese Zeiten haben sie ganz sicher im Visier, wenn am Sonntag der Startschuss fällt. Und vielleicht träumt der eine oder andere ja sogar von einer Zeit unter 10 Stunden. An den 11 Stunden orientieren sich eher Joachim Flüthmann und Edgar Teuber. Vor allem bei Rolf Schweiger und Joachim Flüthmann bleibt aber im Moment die Frage, was überhaupt geht. Beide konnten in den letzten zwei Wochen aufgrund von Verletzungsproblemen kaum laufen, sodass die Hoffnung vor allem auf die letzten ruhigeren Tage vor dem Wettkampf und die entsprechende Regeneration bleibt.

Die Vorfreude ist bei allen aber wie gewohnt groß. „Temperaturen nicht über 20 Grad und dass wir alle gesund ins Ziel gekommen“, wünscht sich Michael Graff. „Und dann freue ich mich auf das kalte Bier am Abend“, ergänzt er. Es sei ihm gegönnt.

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