Beachvolleyball
Teresa Mersmann und Cinja Tillmann holen bei Deutscher Meisterschaft Bronzemedaille

Timmendorfer Strand/Münster -

Wie süß schmeckt Bronze? Vor dem Beginn der Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften hatten Teresa Mersmann und Cinja Tillmann keinerlei Gedanken daran verschwendet. Jetzt weiß es das Duo vom USC. Nach Platz drei bei den nationalen Titelwettkämpfen knabberten Teresa und Cinja mit gewinnendem Lächeln an dem Stück Edelmetall. Sie verließen das Ostsee-Bad Timmendorfer Strand in der Gewissheit, sich nur der besten deutschen Mannschaft, Katrin Holtwick und Ilka Semmler, geschlagen gegeben zu haben. „Wir sind total zufrieden. Das war mehr, als wir erwartet haben“, erklärten Teresa und Cinja unisono.

Montag, 27.08.2012, 06:08 Uhr

Beachvolleyball : Teresa Mersmann und Cinja Tillmann holen bei Deutscher Meisterschaft Bronzemedaille
Bissfest: Teresa Mersmann (links) und Cinja Tillmann probieren, wie süß die Bronzemedaille schmeckt. Foto: dpa

Nach Siegen gegen Gernet/Günther (21:14, 21:19), Fedosova/Niemczyk (21:15, 21:18), Bieneck/Großner (21:16, 23:21) sowie einer 0:2 (12:21, 17:21)-Niederlage gegen Holtwick /Semmler im zweiten Spiel der Gewinnerrunde traf das USC-Duo im Match um den Einzug ins Halbfinale auf Christine Aulenbrock/Chantal Laboureur. Das gewannen Teresa und Cinja mit 2:1 (21:15, 18:21, 15:13), womit das USC-Team schon mehr erreicht hatte, als es zuvor einkalkuliert hatte. Es kam schließlich zum Halbfinale gegen Holtwick/Semmler. Das entwickelte sich zu einem wahren Volleyball-Krimi. Nachdem die Essenerinnen den ersten Satz mit 21:17 gewonnen hatten, wogte das Spiel im zweiten hin und her, wobei Cinja und Teresa mehrfach die Chance hatten, den Satz zu entscheiden. „Das hat sich angefühlt wie ein Drei-Satz-Spiel“, umschrieb Teresa ihre Befindlichkeit. Schließlich führte ein „völlig unspektakulärer Lob“, wie Teresa sagt, zum 39:37-Matchpoint. Wie lange der Satz gedauert hat, vermochte weder Teresa noch Cinja hinterher zu sagen. „Wir haben einfach nur gespielt; Punkt für Punkt.“ Es war ein Abschnitt mit grandiosen Ballwechseln, in dem beide Teams sich kaum Fehler leisteten. 39:37 – solch langen Satz hatte es bei „Deutschen“ nie zuvor gegeben. Die 6000 Zuschauer in der ausverkauften Ahmann-Hager-Arena hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Jubelrufe, Schreien, Klatschen. Gänsehautgefühl pur. Gerade wurde ein Stück Beachvolleyball-Geschichte geschrieben – Teresa und Cinja waren zwei Protagonisten dieser wahrlich aufreibenden Story. „Wir haben nach dem Halbfinalspiel nur Lob bekommen, und daher waren wir gar nicht deprimiert, dass wir verloren haben. Ich meine, die waren bei Olympia , wir sind hier an zehn gesetzt. Jetzt sind wir Dritter. Ich habe die halbe Nacht wach gelegen, weil klar war, da könnte was gehen“, erklärte Cinja gegenüber der Internet-Plattform Beachvolleyball .de. Im Spiel um Platz drei folgte schließlich der krönende Abschluss mit einem 2:0 (21:18, 21:19)-Sieg gegen die favorisierten Jana Köhler/Anni Schumacher, womit Teresa und Cinja nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst überraschten. „Wir müssen uns auch bei unserem Trainer Christoph Kesselmeier bedanken. Der hat uns gezielt gesteuert“, fügte Teresa Mersmann hinzu. Mit ihrer Teamgefährtin freute sie sich nicht nur über Platz drei, sondern auch über 64 Ranglistenpunkte und 2500 Euro Siegprämie. ► Mit Platz neun blieben Denis Berken/Jan Romund vom TSC nach einem Sieg und zwei Niederlagen im Rahmen ihrer Erwartungen. Kim Behrens (USC) und Stefanie Hüttermann (Bottrop) wurden 13.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1103345?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F28152%2F715013%2F1178685%2F
1100 vertrauliche Mails mitgelesen
Das Auslesen des Passwortes machte es möglich, sich Zugriff auf das Mailkonto des Greveners zu verschaffen. Der Täter soll pikanterweise ein Familienmitglied sein.
Nachrichten-Ticker