Konstruktive Rollenspiele
Kim Behrens: Gegnerin wird bei Beach-WM zur Partnerin

Münster -

Erst gegeneinander, dann miteinander – gerade im Sport gibt es Umstände, die ganz spezifische, unvorhersehbare Konstellationen hervorrufen. Beachvolleyballerin Kim Behrens kann ein Lied davon singen. Bei den heute beginnenden Deutschen Beach-Meisterschaften in Timmendorfer Strand trifft die USC-Akteurin an der Seite von Stefanie Hüttermann gleich im ersten Spiel auf Christine Aulenbrock (und Chantal Laboureur) – um nur sechs Tage später mit der Gegnerin von heute bei der U-21-Weltmeisterschaft in der ostkanadischen Hafenstadt Halifax das Team „Deutschland 1“ zu bilden. „Wir haben uns vorgenommen, dass alles, was in Timmendorf passiert, auf dem Spielfeld bleibt“, sagt die USC-Akteurin – und hofft dabei auf ein konstruktives Rollenspiel.

Donnerstag, 23.08.2012, 19:08 Uhr

Konstruktive Rollenspiele : Kim Behrens: Gegnerin wird bei Beach-WM zur Partnerin
Grund zum Abklatschen könnte Kim Behrens in den kommenden Tagen reichlich haben. Foto: -wh-

Zeit, um sich mit Christine Aulenbrock auf das große Ereignis in Kanada einzustimmen, gab es in den vergangenen Tagen reichlich. Von Montag bis Donnerstag hatte sich das deutsche Team in Berlin vorbereitet, teilte eine Wohnung, nahm gemeinsam die Mahlzeiten ein und feilte unter der Obhut von Bundestrainer Elmar Harbrecht am Feinschliff für die WM. Doch bevor die beiden am Sonntag in Hamburg abheben, um nach einer Zwischenstation in London Kurs auf Halifax zu nehmen, müssen sie heute erst einmal gegeneinander antreten. „Ich denke aber, das fällt rasch von uns ab“, erläutert Kim . Die 19-Jährige greift mit eher bescheidenen Zielen bei den „Deutschen“ („wenigstens ein Spiel wollen wir gewinnen“) ein. Obwohl sie mit Stefanie Hüttermann beim Supercup in Frankfurt Rang zwei belegte, „worauf“, so die Gymnasiastin, „ich unheimlich stolz bin.“ Dass sie heute überhaupt an der Seite der Bottroperin aufschlägt, ist einer weiteren Fügung des Schicksals zuzuschreiben. Kim nahm den Platz von Katharina Schillerwein ein, nachdem die sich am 13. Mai in Münster am Knie verletzt hatte. Für Halifax freilich rechnen sich Behrens und Aulenbrock mehr als bei den „Deutschen“ aus. Ein Platz auf dem Treppchen, das ist es, was sich die beiden erträumen. „Wir können das schaffen. Obwohl wir an Nummer fünf gesetzt sind und die Konkurrenz aus Übersee nicht kennen.“

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