MSC Herbern
Familie mit Benzin in den Adern

Herbern -

Der Motorsport bestimmt das Leben der Familie Wesp. Seit 20 Jahren besteht das Team Wesp, doch ans Aufhören denkt Karsten Wesp noch lange nicht.

Mittwoch, 08.08.2012, 16:08 Uhr

MSC Herbern : Familie mit Benzin in den Adern
Karsten Wesp in seinem Crosser (kleines Bild) und mit Bruder Christoph Wesp beim Schrauben. Foto: iss

Das Auto ist verbeult, eine Innenausstattung so gut wie nicht vorhanden, und Scheiben hat dieses Gefährt auch nicht. Trotzdem ist der Crosser mit dem Kawasaki Motor ZX 10R und dem Vier-Zylinder-Reihenmotor, mit 1000 ccm und 175 PS für das Team Wesp das Größte. Die Crew besteht aus den beiden Fahrern Karsten Wesp und Jörg Bäumer, die sich das Cockpit teilen, Franz-Josef Wesp und Christoph Wesp, dem Vater und Bruder von Karsten.

Der Motorsport bestimmt das Leben der Familie Wesp. Das begann in den 80er Jahren, als Franz-Josef Wesp erfolgreich Cross-Rennen fuhr, und setzt sich mit seinem Sohn Karsten fort. Schon in frühen Jahren wurden die Wesp-Kinder mit an die Strecke genommen und durften Rennluft schnuppern. Sein erstes Rennen fuhr Karsten Wesp mit 18 Jahren, mit 19 Jahren gründete er sein eigenes Motorcross-Team. „Wir haben dieses Jahr unser Jubiläumsjahr, 20 Jahre gibt es schon das Team Wesp“, erzählt Karsten Wesp, der seit 2006 auch den Vorsitz beim Motorsportclub (MSC) Herbern innehat.

In seiner Karriere gewann Karsten Wesp schon viele Meister- und Vizemeistertitel, aber ans Aufhören denkt der 39-Jährige noch lange nicht. „Ich habe immer noch Spaß am Rennen, deshalb stellt sich oft der Erfolg von ganz alleine ein“, blickt Wesp locker in die Zukunft und auf die aktuelle Saison. „Wir stehen auf dem sechsten Platz und wollen in den zehn noch ausstehenden Rennen natürlich so weit wie möglich nach vorne kommen. Aber die Technik hat uns bisher immer etwas zurückgeworfen“, erklärt Wesp. „Die hat uns zuletzt am Rennwochenende in Osnabrück auch wieder ausgebremst. Aber so ist das nun mal im Motorsport“, weiß Karsten Wesp. Froh und dankbar ist er über die Hilfe von seinem Vater Franz-Josef. „Ohne ihn würde gar nichts klappen. Manchmal hat er das Auto nach einem Rennen am nächsten Tag schon wieder auf Vordermann gebracht“, lobt der Sohn. „Auch seine Erfahrung und sein Wissen sind für das Team sehr wichtig. Wir profitieren alle davon, und das zeichnet unser Team aus.“

So langsam laufen auch wieder die Vorbereitungen für das Heimrennen am 25./26. August (Samstag/Sonntag) in Arup auf Hochtouren. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr den Münsterland-Pokal ausfahren können. Eigentlich war das schon im letzten Jahr geplant, aber da ist das Rennen ja förmlich ins Wasser gefallen“, sagt Wesp. Bis zum Heimrennen stehen noch Starts in Löhne und Vellern auf dem Programm.

„Wir hoffen, dass wir in der Meisterschaft aufholen – auch in dem Wissen, dass die ersten drei Plätze in diesem Jahr wohl schon vergeben sind“, betont Wesp.

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