11. Stadtfestlauf in Lüdinghausen
Nur die Rekorde fehlen

Lüdinghausen -

Viele Jahre hatten die Macher des Stadtfestlaufs Glück mit dem Wetter. Am Freitag nicht. Läufer und Zuschauer konnten das aber verschmerzen.

Samstag, 15.09.2012, 12:09 Uhr

11. Stadtfestlauf in Lüdinghausen : Nur die Rekorde fehlen
Mächtig ins Zeug legte sich auch wieder der Nachwuchs – hier die Teilnehmer des U 12-Schülerlaufs beim Start. Foto: chrb

Viele Jahre hatten die Macher des Stadtfestlaufs Glück mit dem Wetter. Am Freitag nicht – der Regen begleitete vor allem den Zehn-Kilometer-Lauf am Spätnachmittag. Die Läufer konnten es verschmerzen, den meist gut beschirmten Zuschauern machte der Meimel ebenfalls wenig aus. Doch er vermasselte den Organisatoren vom SC Union Lüdinghausen einen Rekord: Insgesamt 1315 Läufer hatten gemeldet, aber bei der nachträglichen Auswertung stellte sich heraus, dass „nur“ 1007 Teilnehmer die Ziellinie überquert hatten. Offenbar hatten viele Läufer wegen der schlechten Wetterprognose einen Rückzieher gemacht.

Doch dies war der einzige kleine Wermutstropfen – neben dem Umstand, dass es in diesem Jahr keine Rekorde gab. Am engsten dran waren die Sieger im Fünf-Kilometer-Lauf, die dieselben des Vorjahres waren. Julian Kalhoff vom ESV Münster verfehlte seine Rekordzeit von 2011 (damals 16:17 Minuten) aber ebenso wie Melanie Kionka von der LG Hamm (18:57). Kalhoff war diesmal 13 Sekunden langsamer, Kionka nur sieben.

„Ich war verletzt und konnte vier Monate nicht trainieren“, sagte Kionka. Erst seit zwei Monaten ist die 32-Jährige wieder auf der Strecke. Etwas zerknirscht war dagegen Julian Kalhoff. „Ich dachte, ich wäre schon deutlich weiter“, sagte der Münsteraner in Bezug auf sein Leistungsprofil. „Die Strecke war glatt, aber das kann man nicht als Ausrede gelten lassen. Zweitschnellster Mann war der Lüdinghauser Dirk Casimir, der im letzten Jahr noch Fünfter geworden war. „Ich hatte mir diesmal schon vorgenommen, Zweiter zu werden, da ich wusste, dass der Julian auf jeden Fall gewinnen würde.

Auf der Königsstrecke über zehn Kilometer machte Ralf Gottheil von der LG Coesfeld mächtig Dampf und siegte in 35:02 Minuten. „Ab der zweiten Runde war das Kopfsteinpflaster nass. Eine Zeit unter 35 Minuten saß damit nicht mehr drin“, so der Coesfelder, der den Königslauf in Lüdinghausen schon zum zweiten Mal absolviert hatte.

Schnellste Frau war Angelika Werp von Tri Finish Münster in 45:21 Minuten, die von ihrem Sieg sehr überrascht war: „Ich hatte mir vorgenommen, die schnellste Frau bis zum ersten Straßenschild zu sein.“ Am Ende siegte sie ganz, und das mehrere Minuten über der persönlichen Bestzeit. Die beträgt 41:01, gelaufen in Olfen. „Aber das ist schon ewig her“, so Werp.

Zweitschnellster Läufer hinter Gottheil war Lokalmatador Peter Weiß in 37:34 Minuten. Der Lüdinghauser hatte schon am Fünf-Kilometer-Lauf teilgenommen, gemeinsam mit seiner Tochter Rafaela, die ihren ersten Lauf über diese Distanz bestritt.

Nicht nur die Läufer, sondern auch die trotz des Regens wieder zahlreichen Zuschauer hatten ihren Spaß, vor allem an den originellen Outfits mancher Läufer. Vor allem beim Staffellauf mit traditionell vielen kostümierten Teilnehmern. Den Kreativpreis gewannen hier jedoch die nicht verkleideten Einradfahrer mit Weltmeisterin Kerrin Dienefeld, Sara Behning und Julia Grosse.

Auch das Moderatorenduo Eva Voß und Jürgen Heringhaus war in seinem gewohnten Element. Wobei Heringhaus allerdings ein kleiner Fauxpas unterlief. „Er kommt vom Hüwel – wo immer das ist“, identifizierte der Nicht-Lüdinghauser einen Staffelläufer anhand seines Trikotschriftzugs.

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