Schach-Verbandsliga: Rheine behält die Nerven
Gronau patzt, Rheine siegt

Gronau -

Bis zum 2,5:2,5 hielten die Gronauer Schachspieler die Partie gegen den einstigen Titelanwärter Nummer eins, den Schachclub aus Rheine offen. Dann mehrten sich die Patzer der Dinkelstädter, die so schlussendlich doch noch als deutliche Verlierer ihre Tische verließen.

Dienstag, 12.03.2013, 17:03 Uhr

Dr. Klaus Reinhold blieb ungeschlagen und trennte sich von seinem Kontrahenten remis.
Dr. Klaus Reinhold blieb ungeschlagen und trennte sich von seinem Kontrahenten remis. Foto: aho

Nach zwei Niederlagen gegen Südlohn und SK Münster 3 hat sich der einstige Meisterschaftsfavorit aus Rheine in der Verbandsliga aus dem Titelrennen verabschiedet. In der siebten Runde probierte sich nun der Schachclub Gronau an den Rheinensern – allerdings erfolglos. Die Dinkelstädter verloren diese Partie mit 2,5:5,5 deutlich.

Zunächst lief es noch gut für Gronau. Dr. Klaus Reinhold trennte sich von Günter Langhanke, beide noch ungeschlagen, an Brett 4 in einer vollkommen ausgeglichenen Stellung gerecht remis. Andre Langendijk an Brett 6 gewann in der Eröffnungsphase einen Bauern und erspielte sich dadurch leichte Vorteile. Mit einem Bauernopfer versuchte er die gegnerische Stellung zu öffnen, doch das schlug fehl. So gab es auch hier ein Remis.

Dr. Torsten Hoge am 3. Brett spielte zuerst eine starke Partie. In einer entscheidenden Phase allerdings patzte auch Hoge, die Stellung kippte, und durch eine weitere Ungenauigkeit verlor er eine Figur. Somit verspielte der Gronauer die Partie noch. Jürgen Rothkegel an Brett 7 verlor einen Bauern, kam aber dadurch aktiver ins Spiel. Nach einem weiteren Bauernopfer erhöhte sich der Druck auf die Königsstellung seines Kontrahenten, der zunehmend in Zeitnot geriet. Als Rothkegel keinen Gewinnweg mehr sah, einigten sich die Kontrahenten auf ein Remis.

Boris Tsoukkerman an Brett 5 sorgte für den einzigen vollen Punkt an diesem Tag. Er spielte ganz ruhig seine Vorteile konsequent aus, gewann erst einen, dann einen zweiten Bauern und schließlich auch das Turmendspiel.

Beim Stand von 2,5:2,5 kippte das Match aus Sicht Dinkelstädter. Ersatzmann Tim Klönne an Brett 8 kam mit den schwarzen Figuren nie richtig ins Spiel und unterlag klar. Martin Storck an Brett 2 spielte gegen den nominell stärksten Spieler, hielt aber bis zum Turmendspiel mit gleicher Bauernzahl das Remis scheinbar in der Hand. In Zeitnot machte Storck einen fehlerhaften Bauernzug, was nachher zum Verlust des Endspiels führte.

Menno Monsma an Brett 1 war an diesem Tag chancenlos. Der Rheinenser Spieler verstand es, sämtliche Schwächen der Stellung aufzudecken. Als Monsma seine Dame hergeben musste, war seine Partie verloren.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1556036?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F28152%2F1794659%2F2169699%2F
Europa für alle Sinne
Kopfhörerparty auf dem Prinzipalmarkt: Europa für alle Sinne
Nachrichten-Ticker