Deutsche Tischtennis-Jugendmeisterschaften
Zeptner schlägt sich famos

Ochtrup -

Bei den Deutschen Tischtennis-Jugendmeisterschaften im bayrischen Karlsfeld zeigte sich Henning Zeptner gut aufgelegt. Im Einzel erreichte der für Arminia Ochtrup startende Linkshänder die K.o.-Runde, und im Doppel schnupperte er an der Seite des Detmolders Eddi Petiwok sogar an einer Medaille.

Montag, 22.04.2013, 19:04 Uhr

SCA-Youngster Henning Zeptner unterstrich am Wochenende in Karlsfeld einmal mehr, dass mit ihm auch auf nationaler Ebene künftig zu rechnen ist.
SCA-Youngster Henning Zeptner unterstrich am Wochenende in Karlsfeld einmal mehr, dass mit ihm auch auf nationaler Ebene künftig zu rechnen ist. Foto: Weiß

Eine durchaus gelungene Premiere feierte die Ochtruper Nachwuchshoffnung Henning Zeptner bei den Deutschen Tischtennis-Jugendmeisterschaften am Wochenende im bayrischen Karlsfeld . Im Einzel erreichte der 15-Jährige die K.o .-Runde, im Doppel schnupperte der Linkshänder sogar an einer Medaille.

Zeptner brauchte in seinen ersten beiden Partien gegen Ferenc Toth (Bayern) und Jannik Xu (Niedersachsen) ein wenig Anlaufzeit, um die lange Anreise und die Nervosität aus Armen und Beinen zu schütteln. „Da hat er noch nicht ganz sein bestes Tischtennis gezeigt“, resümierte Vater Manfred. Trotzdem gewann sein Filius beide Spiele glatt mit 3:0 und hatte sich damit schon frühzeitig die Qualifikation für die K.o.-Runde gesichert. Im letzten Gruppenspiel gegen den favorisierten Dennis Klein (Baden-Württemberg) trumpfte Zeptner dann groß auf. Letztlich unterlag der Armine zwar mit 2:3, aber so dicht stand er gegen Klein selten vor einem Sieg. Das Ergebnis ist umso höher einzuschätzen, als dass Klein das Turnier auf dem dritten Platz beendete.

Statt eines Freiloses in der ersten K.o-Runde musste Zeptner in der Runde der letzten 24 gegen Nils Hohmeier , den amtierenden Deutschen Schülermeister von Torpedo Göttingen, antreten. Es entwickelte sich ein enges Spiel, in dem Zeptner in fünf Durchgängen den Kürzeren zog. Für Hohmeier war im Achtelfinale gegen den späteren Vizemeister Liang Qui vom Zweitligisten Frickenhausen Endstation. Der Titel ging an Florian Schreiner aus Bayern.

„Ein Spiel mehr hätte ich schon gerne gewonnen. Leider hat das gegen Hohmeier nicht so geklappt. Eigentlich hatte ich ihn im Griff, doch dann habe ich den fünften Satz irgendwie verpennt. Schade“, fasste Zeptner seinen letzten Einzeleinsatz in Karlsfeld zusammen.

Im Doppel kam der Ochtruper Youngster sogar in die Reichweite einer Medaille. Das war umso überraschender, da Zeptner zuletzt beim Deutschland-Cup im Doppel eher enttäuschte und zudem mit Eddi Petiwok einen Partner an der Seite hatte, mit dem er bislang nur im Training des WTTV-Kaders zusammengespielt hatte. Doch der Ochtruper und der Detmolder harmonierten prächtig und warfen in den ersten beiden Runden Hohmeier/Xu (3:1) und die Rheinländer Jan Limbach/Christian Simonis (3:2) aus dem Wettbewerb.

Im Viertelfinale ging es gegen das chinesischstämmige Brüderpaar Dang Qiu/Liang Qiu. Schon mit dem Gewinn des erstes Satzes (11:7) überraschten Zeptner/Petiwok. Zwar waren sie auch in den Sätzen zwei und drei dran, gaben diese aber etwas unglücklich jeweils mit 8:11 ab. Im vierten Durchgang (5:11) gingen Zeptner und seinem Partner etwas die Luft aus. „Das war wirklich gut. Eddi war im Einzel schon in der Vorrunde ausgeschieden und wollte sich deshalb im Doppel beweisen. Er war richtig heiß“, freute sich Zeptner über den nicht einkalkulierten Vorstoß in die Runde der letzten acht Paare.

Nach dem Saisonende und der Deutschen Meisterschaften will der Ochtruper die Füße aber nicht hochlegen. „Ich muss mit unserem Trainer Bernd Ahrens mein Rückschlagspiel verbessern. Außerdem sollte ich daran arbeiten, dass ich die Schwächen meiner Gegner früher erkenne“, liest Zeptner seinen Stundenplan vor.

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