Rugby Tourists
Turnier der Emotionen

Münster -

Shake Hands, Begrüßungsküsschen links und rechts, derbe Umarmungen – das Jubiläumsturnier zum 20-Jährigen der Rugby Tourists am Samstag auf der Anlage am Pleistermühlenweg war eine äußerst emotionale Angelegenheit. Von wegen wilde Mädchen und harte Jungs. Die Protagonisten kamen an diesem Tag ganz weich rüber. „Ein großes Fest, hat Spaß gemacht“, sagt Janis Benscheidt, seines Zeichens nicht nur Frontspieler aus der ersten Tourists-Reihe, sondern auch für die Pressearbeit des Clubs verantwortlich.

Montag, 03.06.2013, 18:06 Uhr

Das „Ei“ der Begierde: Die Rugby Tourists feierten am Samstag ihr 20-jähriges Jubiläum und hatten mächtig Spaß in den Backen. Rugby wurde auch gespielt.
Das „Ei“ der Begierde: Die Rugby Tourists feierten am Samstag ihr 20-jähriges Jubiläum und hatten mächtig Spaß in den Backen. Rugby wurde auch gespielt. Foto: Peter Leßmann

Familientreffen einmal anders. So oder ähnlich könnte das Motto der Veranstaltung lauten. „Wir haben viel gelacht. Manche Leute haben sich jahrelang nicht gesehen“, zog Benscheidt ein positives Fazit. Sogar aus dem mehr als 5000 Kilometer entfernten Kanada war Besuch angereist. Ein RTM-OldBoy hatte keine Kosten und Mühen gescheut, um beim Festakt samt Turnier zugegen zu sein.

Bis auf das Männerteam des FC St. Pauli , das kurzfristig absagen musste, waren mit dem RFC Merton aus London, dem französischen Team RC Orleans, dem RFC Dortmund , dem heimischen Club aus Münster sowie den RTM-OldBoys fünf Mannschaften vertreten, die sich schiedlich und friedlich behakten – eigentlich unvorstellbar. Rugby genießt immerhin den Ruf, nicht selten brutal und schmerzhaft zu sein, ein Sport für Männer, nichts für Mädels halt. Von wegen. Gleich vier Frauenvertretungen standen den kräftigen Mannsbildern in nichts nach (RC Orleans, FC St. Pauli, RFC Dortmund, RT Münster). Es war Stimmung in der Bude.

Trotz aller Freundschaft und Fairness wurde (natürlich) um den Turniersieg gekämpft. Bei den Männern setzte sich Merton vor Orleans durch. Münster wurde Dritter. Bei den Frauen triumphierte der RFC Dortmund, die heimischen Rugby Tourists fanden sich auf dem vierten und letzten Rang wieder. Egal – gefeiert wurde trotzdem bis in den frühen Morgen.

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