Autocross: MSC Herbern 1983 gegründet
Drei Jahrzehnte Leidenschaft

Herbern -

30 Jahre alt wird in diesem Jahr der Motorsportclub Herbern. Karsten Wesp, Vorsitzender des MSC, blickt auf die Anfänge des Vereins zurück – und auf die Veränderungen, die es in drei Jahrzehnten auf und abseits der Strecke gegeben hat.

Montag, 12.08.2013, 12:08 Uhr

Im Laufe der Jahre sind einige Trophäen im Hause Wesp zusammengekommen.
Im Laufe der Jahre sind einige Trophäen im Hause Wesp zusammengekommen. Foto: iss

Sie fahren Rennen, haben eine Kartgruppe ins Leben gerufen und Meistertitel geholt – und sind Freunde fürs Leben geworden. Die Mitglieder des Motorsportclubs Herbern vereint eine Leidenschaft: Autorennen und alles, was damit zusammenhängt. In diesem Jahr feiert der Verein seinen 30. Geburtstag.

Was wäre ein Motorsportclub ohne seine Tüftler? Die Gründungsmitglieder Josef Stentrup, Franz-Josef Wesp, Heinz Mürmann , Klaus Bäumer, Bernhard und Detlef Eidecker sind leidenschaftliche Mechaniker gewesen. Stentrup hat es 1982 als erster Herberner geschafft, Deutscher Meister des Verbandes DRCV zu werden.

Erst fuhren die Herberner Rennfahrer bei der Renngemeinschaft Ahlen mit. Auf Initiative von Heinz Mürmann wurde dann am 7. April 1983 der Motorsportclub Herbern gegründet. Die Gründungsmitglieder sind heute noch im Ehrenrat des Vereins. „Die sind damals wie heute durch und durch mit dem Verein verbunden, und wir können von der langjährigen Renn-Erfahrung profitieren“, erklärt Karsten Wesp , heute selbst erster Vorsitzender des MSC. Er ist seit der Vereinsgründung im MSC Herbern und kennt daher alle Leute persönlich, die früher im Motorsportclub aktiv gewesen sind.

Sein Vater Franz-Josef – oder kurz „Jupp“ genannt – hat viele Rennen für den MSC gefahren, zum Meistertitel reichte es für ihn leider nie. „Für mich war es in meiner Kindheit ganz normal, am Wochenende mit meinem Vater, meinen zwei Brüdern und meiner Mutter zu den Rennen zu fahren“, erinnert sich Sohn Karsten. „Das familiäre Flair bei den Rennen ist damals wie heute noch das Gleiche. Der einzige Unterschied zu damals ist, das heute mehr Teilnehmer mit Wohnwagen oder Wohnmobilen anreisen. Damals standen überall Zelte. Wir sind eine große Familie – das ist das Schöne am Rennsport.“

Es ist viel passiert in den vergangenen 30 Jahren. Neben den heutigen strengen Sicherheitsvorkehrungen bei den Autorennen sind die Autos inzwischen deutlich schwerer und haben bessere Fahrwerke. Früher wurden aus einem 1600-Kubik-Motor 160 Pferdestärken rausgeholt, heute schafft ein 1100-Kubik-Motor bis zu 200 PS. Nach Josef Stentrup (1982 und 1984) durften sich Karsten Wesp (2000 und 2010) und Sebastian Wilmer (2011 und 2012) mit dem Titel „Deutschen Meister des DRCV“ schmücken.

Nach einer Idee von Heinz Mürmann wurde 1996 zum ersten Mal der „Große Preis von Herbern“ in der heimischen Bauerschaft Arup ausgefahren. Auch die traditionelle Zeltparty am Rennwochenende ist immer wieder ein Highlight bei den Motorsportfreunden. Neben den vielen schönen Momenten in all den Jahren gab es auch zwei schwere Unfälle beim Cross-Rennen in Herbern, die die Autocross-Freunde erschütterten.

In 30 Jahren hat sich auch die Vereinsarbeit verändert. Waren es 1983 noch ein Dutzend Gründungsmitglieder, sind heute 120 Rennsportfreunde im Verein. Versammlungen werden nicht mehr wie in den ersten Jahren in Heinz Mürmanns Wohnzimmer veranstaltet, sondern im Vereinsheim.

Dieses wurde vor 22 Jahren auf der alten Herberner Ranch erbaut. Auf der großen Wiese werden regelmäßig Rennen der Kart-Gruppe ausgefahren, die ebenfalls im Laufe der Jahre entstanden ist. „So entwickelt sich ein Verein immer weiter. Aber ohne das Ehrenamt würde das nicht funktionieren, das kann man gar nicht oft genug wiederholen“, stellt der heutige erste Vorsitzende fest. Neue Ziele gibt es bei den Rennfreunden auch schon wieder: Im kommenden Jahr werden 20 Mitglieder des Vereins eine Reise zu den Autocross-Europameisterschaften nach Lettland machen.

Doch bevor diese Reise angetreten wird, laufen in dieser Woche noch die Vorbereitungen für das anstehende Cross-Rennen in Herbern (17./18. August). Jetzt muss nur noch das Wetter gut werden. Und dann, da ist sich Karsten Wesp sicher, klappt auch alles andere.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1840699?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F28152%2F1794659%2F1956983%2F
Mehr Unfälle, aber weniger Schwerverletzte
Im vergangenen Jahr gab es in Münster mehr als 11 500 Verkehrsunfälle.
Nachrichten-Ticker