Stress, Frust und Erfolge
Erster Tag des MSC-Rennens: Acker erst kurz vor Toresschluss fertig / Kevin Klein wird Zweiter

Herbern -

Erde spritzt durch die Luft, es riecht nach Benzin und die Motoren heulen auf. Wenn diese drei Dinge zusammenkommen, dann ist das Autocross-Rennen des Motorsportclubs (MSC) Herbern wieder in der Bauernschaft Arup zu Gast.

Sonntag, 18.08.2013, 21:35 Uhr

Um jeden Zentimeter kämpften die Fahrer am ersten Tag des Rennwochenendes in Arup – zur Freude der Zuschauer.
Um jeden Zentimeter kämpften die Fahrer am ersten Tag des Rennwochenendes in Arup – zur Freude der Zuschauer. Foto: iss

Gut besuchte Zuschauerränge sorgten bei den Läufen der Cross-Karts, dem Langstreckenlauf sowie bei den Rennen der Bauernklasse und dem Großen Preis von Herbern am Samstag wieder für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Was die Zuschauer nicht wussten: Der Rennacker war erst am Dienstagabend vom Landwirt für das Rennwochenende freigegeben worden, zwei Tage später als geplant. Der Weizen war noch nicht reif gewesen, was den Organisatoren schlaflose Nächte bereitet hatte. „Eine Stunde vorm ersten Lauf sind wir fertig geworden, das war eine echte Meisterleistung von allen freiwilligen Helfern“, sagte Christian Overmeyer , zweiter Vorsitzender des MSC, dem der Stress der vergangenen Tagen buchstäblich ins Gesicht geschrieben stand.

Mit rund 300 Nennungen für beide Tage waren die Organisatoren sehr zufrieden. Auch die Sicherheit wird bei den Rennen immer groß geschrieben „Mit rund 200 Strohballen wurde eine Art Leitplanke aufgebaut“, unterstrich der zweite Vorsitzende. Dazu kamen noch Bauzäune, die die Zuschauer vor herumfliegenden Autoteilen schützen sollten. „Wir setzen seit Jahren verstärkt auf die Sicherheit“, versicherte Overmeyer. Insgesamt blieb es am ersten Tag des Rennwochenendes ruhig für die Sanitäter an der Rennstrecke. Zwar gab es den einen oder anderen Überschlag, doch blieben größere Verletzungen auf der 800 Meter langen Strecke aus.

Aus sportlicher Sicht lief es am Anfang nicht gut für die Herberner Motorsportler. Für den 25-jährigen Lokalmatador Dominik Jagielski endete der Langstreckenlauf am Samstagmittag mit einem Achsenbruch. „Das Wochenende ist für mich beendet. Das Auto ist so demoliert, das kann man nicht mal eben reparieren. Ich bin schon enttäuscht“, kommentierte Jagielski. Bei den Cup­läufen überschlug sich MSC-Fahrer Daniel Krieter im zweiten Vorlauf. Mit einem abgebrochenen Rad war auch für ihn das Rennen beendet. Der 19-jährige Herberner wollte bei seinem zweiten Rennen einfach nur die zwölf Runden überstehen und ankommen.

Besser lief es in den Vorläufen für Karsten Wesp, den ersten Vorsitzenden des MSC. Wesp hatte es bei den Spezialcrossern bis ins Finale geschafft, schied dann aber aus. Bei den Spezial- und Supertourenwagen landete Matthias Hölscher auf einem sechsten Platz, bei den Serientourenwagen schaffte es Kevin Klein sogar auf einen spektakulären zweiten Rang.

Als Höhepunkt am Samstag fand der Große Preis von Herbern statt, bei dem die Sieger bei der abendlichen Zeltparty mit ihren Wagen ins Festzelt einfahren durften und im großen Stil geehrt wurden. Neben dem Sieger wurde auch das 30-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. „Nach dieser Woche haben wir uns das wirklich noch mehr als sonst verdient – das war Stress pur. Aber wir haben es geschafft, weil ganz viele Vereinsmitglieder mitgeholfen haben“, bilanzierte Christian Overmeyer nach dem ersten Renntag erleichtert.

► Ein ausführlicher Bericht über das Renngeschehen am Sonntag erscheint in der morgigen Ausgabe.

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