Badminton-Bundesliga: Lüdinghausen fehlt ein Quartett
Niederlage mit einer Not-Truppe

Lüdinghausen -

Ohne vier Stammspieler verlor der bisherige Tabellenzweite Union Lüdinghausen am Dienstagabend mit 1:5 beim Deutschen Meister EBT Berlin. Von der Stammbesetzung waren nur Karin Schnaase, Josche Zurwonne und Ruud Bosch dabei. Unterstützt wurden sie von Vanessa Kiehl und Arne Dieckmann – beide Union 2 (Verbandsliga) – sowie von Barbara Schnaase aus der Lüdinghauser Vierten (Bezirksliga).

Mittwoch, 09.10.2013, 09:10 Uhr

Ruud Bosch (l.) und Josche Zurwonne – hier ein Archivfoto – waren in Berlin neben Karin Schnaase die beiden einzigen Stammspieler von Union und holten im Herrendoppel den Ehrenpunkt für die Gäste.
Ruud Bosch (l.) und Josche Zurwonne – hier ein Archivfoto – waren in Berlin neben Karin Schnaase die beiden einzigen Stammspieler von Union und holten im Herrendoppel den Ehrenpunkt für die Gäste. Foto: rau

So eine Partie muss Badminton-Bundesligist Union Lüdinghausen sicher nicht öfter haben: Beim Deutschen Meister EBT Berlin verlor der bisherige Tabellenzweite gestern Abend mit 1:5. Ohne die vier Stammkräfte André Kurniawan Tedjono, Yuhan Tan, Nick Fransmann und Selena Piek, die wegen der Dutch Open in Almere beziehungsweise eines Turniers in Indonesien unabkömmlich waren (WN berichteten), trat Union mit einer Nottruppe an. Am Seitenrand fehlte darüber hinaus Teammanager Michael Schnaase, der beruflich verhindert war. Bei den Berlinern musste wegen der Dutch Open nur Jacco Arends passen.

Schnaases Frau Barbara, Mutter von Teammitglied Karin Schnaase und Spielerin aus der Lüdinghauser Vierten ( Bezirksliga ), feierte ihr ungewolltes Debüt in der Bundesliga-Mannschaft. An der Seite von Vanessa Kiehl aus der Union-Reserve (Verbandsliga) spielte sie im Damendoppel gegen Lotte Jonathans und Karoline Hoiim und verlor mit 9:21, 10:21. „Das war eine besondere Ehre, in der Bundesliga spielen zu dürfen“, sagte Barbara Schnaase. „Aber wir standen von vornherein auf verlorenem Posten.“ Für Vanessa Kiehl war der Einsatz ein Déjà-vu: Sie hatte schon einmal in Berlin mitausgeholfen – damals im Doppel und im Mixed. Deshalb sei sie auch nicht nervös gewesen, sagte die 21-Jährige nach dem Match.

Ebenfalls praktisch blank standen die Lüdinghauser in den beiden Herreneinzeln. Arne Dieckmann, wie Vanessa Kiehl aus der Lüdinghauser Zweiten und dort Doppel- und Mixedspieler, verlor gegen Eetu Heino mit 8:21, 8:21. „Mit acht Bundesliga-Punkten pro Satz hätte ich vorher nie gerechnet“, sagte Dieckmann. „Ich habe das Spiel genossen.“ Für das erste Herreneinzel war Doppel-Experte Josche Zurwonne gegen Ville Lang gesetzt, musste aber wegen einer Blessur passen.

Nur zwei der sechs Spiele konnten die Gäste mit gewohnter Besetzung absolvieren. Im Herrendoppel standen Bosch und Zurwonne am Netz, im Dameneinzel Karin Schnaase.

Bosch und Zurwonne nutzten die an diesem Abend seltene Gelegenheit, für Union zu punkten und sorgten mit 21:16 und 21:8 gegen Robert Blair und Ville Lang für klare Verhältnisse ausnahmsweise einmal zugunsten der Gäste.

Die einzige wirklich spannende Partie dieses Abends lieferten sich Karin Schnaase und Linda Zetchiri, wobei die Lüdinghauserin sich am Ende nur hauchdünn mit 18:21, 22:24 geschlagen geben musste. „Ich habe nicht gut gespielt und bin erst spät in die Partie gekommen“, kommentierte Schnaase.

Das abschließende Match bestritt sie im Mixed an der Seite von Ruud Bosch – wieder eine Premiere. Gegen Robert Blair und Lotte Jonathans waren auch sie mit 17:21, 8:21 am Ende chancenlos. „Es hat Spaß gemacht, mit Ruud zu spielen, aber wir waren natürlich überhaupt nicht eingespielt“, so Karin Schnaase. „Und ich hatte nur fünf Minuten Pause nach dem Dameneinzel.“

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