Ultimate Frisbee
Ultimatives Erlebnis

Münster -

Hier fliegen die Scheiben tief, dort geht der Blutdruck hoch. Der Lärmpegel ist gewaltig, die Anstrengung der Aktiven groß, die Einflussnahme der Trainer gering. Denn es herrschen eigene Gesetze im Ultimate Frisbee, und das erst recht bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Münster.

Sonntag, 23.03.2014, 21:03 Uhr

Wenn die Scheiben fliegen: Beim Ultimate Frisbee herrschen eigene Gesetze.
Wenn die Scheiben fliegen: Beim Ultimate Frisbee herrschen eigene Gesetze. Foto: Wilfried Hiegemann

Von Berlin bis München, von Köln bis Leipzig erstreckt sich das Feld der Teilnehmer. 350 Sportler aus 35 Mannschaften, 50 Spiele in fünf Hallen, das alles über zwei Tage. Eine logistische Herausforderung für den Veranstalter, der diese Titelkämpfe bereits zum zweiten Mal ausrichtet. Organisator Martin Reckmann darf zufrieden Bilanz ziehen und auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. „Alles gut gelaufen.“ Er weiß, was er an seinen Mitstreitern hat.

Dabei gibt es Ultimate Frisbee erst seit fünf Jahren bei GW Marathon, aber die Abteilung mit der fliegenden Scheibe hat sich längst zum größten Frisbee-Sportverein in NRW entwickelt. Fünf Nationalspieler gibt es in Münster , sogar drei amtierende Europameisterinnen und einen Vize-Europameister. Bescheiden nennen sie sich dennoch „Greenhorns“, bei der Titelvergabe halten sich die Gastgeber vornehm zurück. Zweimal Platz neun (U 14 und U 17) und in der U-20-Meisterschaft Siebter, für Reckmann ist das völlig in Ordnung.

Für den DM-Titel kommen ohnehin nur die Bad Raps in Frage. Das sind die Kids aus Bad Rappenau, das in der Frisbee-Szene das Bayern-München-Image hat. Einmal die Raps schlagen, das nahmen sich gestern Nachmittag in den Endspielen die „Äitschbees“ aus Hermannsburg bei Celle (U 14), „UFO 1“ aus Osnabrück (U 17) und die „Cultimaters“ aus Bönnigheim bei Heilbronn (U 20) vor. Die „Äitschbees“ scheiterten ganz knapp, die Osnabrücker schon deutlicher, aber die „Cultimaters“ durften dann jubeln. Meister geworden, Raps besiegt – ein Traum.

Ultimate Frisbee ist eine spezielle Sportart. Mädchen und Jungen können im Fünfer-Team gemeinsam spielen, einen Schiedsrichter braucht es nicht, und die Trainer haben während der Partie den Mund zu halten. Ziel ist es, die Scheibe in der Endzone zu fangen. Verboten ist es, sich mit der Scheibe zu bewegen. Geklärt wird alles auf dem Parkett, was auch die soziale Kompetenz der Aktiven fördert. Regelkenntnis ist nötig, Fairness erwünscht.

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