1. Badminton-Bundesliga
Union Lüdinghausen kann das Finale klarmachen

Lüdinghausen -

Nach dem 5:1-Heimsieg gegen den PTSV Rosenheim kann sich Union Lüdinghausen einen Traum erfüllen: Mit einem weiteren Sieg am letzten Spieltag bei Spitzenreiter BV Mülheim würde der SC Union als Tabellenerster bereits im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft stehen.

Montag, 07.04.2014, 01:04 Uhr

Musste in den dritten Satz, machte dann aber den Punkt zum 3:1 für Union: Spitzenspieler André Kurniawan Tedjono.
Musste in den dritten Satz, machte dann aber den Punkt zum 3:1 für Union: Spitzenspieler André Kurniawan Tedjono. Foto: rau

Was für ein Saison-Endspurt! Am letzten Spieltag in der Badminton-Bundesliga kämpfen vier Mannschaften um die drei Play-Off-Plätze – der SC Union 08 Lüdinghausen mittendrin. Mit dem 5:1-Sieg am vorletzten Spieltag daheim gegen den PTSV Rosenheim hat sich Union als Tabellenzweiter in eine blendende Ausgangslage geschmettert.

Weil Spitzenreiter 1. BV Mülheim beim 1. BC Beuel verlor, würde Lüdinghausen in der letzten Runde am Dienstagabend in Mülheim ein Unentschieden für den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft reichen. Wahnsinn: Mit einem Sieg würde Union bereits im Finale stehen – als Gastgeber. Aber: Bei einer Niederlage und gleichzeitigen Siegen von Beuel (in Düren) und dem 1. BC Bischmisheim (in Refrath) wäre die Saison für den SC Union als trauriger Tabellenvierter beendet.

„Das Schöne: Wir haben es selber in der Hand, ins Finale zu kommen. Das hatten wir noch nie“, genoss Union-Teammanager Michael Schnaase am Sonntagabend den Moment. Beinahe ehrfürchtig schob er hinterher: „Ein Finale in Lüdinghausen wäre ein Traum.“

Das Ergebnis war mit 5:1 deutlich, alle Spiele waren es nicht. Obwohl die Rosenheimer den Klassenerhalt schon sicher haben, schenkten sie den Gastgebern keinen Ball. Wie im Hinspiel sicherten sich die Bayern den Punkt im Herrendoppel. Ruud Bosch und Josche Zurwonne verloren verdient mit 21:23, 19:21 gegen das starke PTSV-Duo Peter Käsbauer und Oliver Roth. „Wir haben einfach einen schlechten Tag erwischt“, erklärte Zurwonne. „Die anderen beiden haben clever gespielt und hatten auch etwas das Glück auf ihrer Seite.“ Käsbauer, Zurwonnes Doppelpartner bei internationalen Turnieren, sagte: „Wir konnten locker ins Spiel gehen, und wir waren auch locker – im Gegensatz zu Ruud und Josche. Die hatten Druck und waren richtig verkrampft.“

Zuvor hatten auf dem anderen Court Karin Schnasse und Selena Piek deutlich das Damendoppel gewonnen. Im zweiten Einzel siegte auch Yuhan Tan ganz leicht. Im Spitzeneinzel musste André Kurniawan Tedjono über drei Sätze gehen und setzte sich gegen den Österreicher David Obernosterer durch. Das war das 3:1 und damit die Vorentscheidung, weil Schnaases leichter Sieg im Dameneinzel zum 4:1 schon vorher klar war.

Im letzten Match, dem Mixed, mussten auch Bosch und Piek gewinnen, weil jeder Spielpunkt im Bundesliga-Herzschlagfinale zählt. Sie behaupteten sich in drei tollen Sätzen gegen die Deutschen Vizemeister Peter Käsbauer und Isabel Herttrich. Diese Nervenstärke benötigt der SC Union auch am Dienstag in Mülheim.

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