TG Münster
Auf Zehenspitzen in die Top Ten

Münster -

Es ist der bisher größte Erfolg, den Clarissa Eichwald in ihrer noch jungen Karriere gefeiert hat. Mit einer überzeugenden Leistung sicherte sich die 16-Jährige von der TG Münster den fünften Platz beim Deutschland-Cup der Rhythmischen Sportgymnastik. Bis zum Erreichen dieser Top-Platzierung war es jedoch ein weiter Weg: 14 Stunden Training standen vor dem großen Wettkampf in Koblenz an – und zwar jede Woche.

Samstag, 14.06.2014, 07:06 Uhr

Die Sportgymnastinnen der TG Münster trainieren hart, haben aber auch viel Spaß gemeinsam. Erfolgreich sind sie obendrein. So wie Clarissa Eichwald (ganz hinten), die jetzt beim Deutschland-Cup Fünfte wurde.
Die Sportgymnastinnen der TG Münster trainieren hart, haben aber auch viel Spaß gemeinsam. Erfolgreich sind sie obendrein. So wie Clarissa Eichwald (ganz hinten), die jetzt beim Deutschland-Cup Fünfte wurde. Foto: Peter Leßmann

Die Rhythmische Sportgymnastik (RSG) ist eine vielseitige Sportart. Und dazu eine, die jeder Menge Übung bedarf. „Das Schwierige ist, die Kombination aus allem zu beherrschen“, erklärt Eichwald . Schließlich verbindet die RSG Elemente aus Turnen, Ballett und Tanzen. Erschwert werden die Übungen durch eines von fünf Geräten, mit denen die Sportgymnasten hantieren: Keule, Ball, Seil, Reifen und Band stehen dabei zur Auswahl. Mit Letzterem wurde einst Magdalena Brzeska berühmt. Anderthalb Minuten dauert die Choreografie einer Übung, bei Wettkämpfen müssen drei davon absolviert werden – zwei mit Gerät, eine ohne. „Es ist jedes Mal eine neue Herausforderung“, sagt Clarissa Eichwald. Schließlich wird nicht nur die Ausführung bewertet, sondern auch der künstlerische Aspekt. Die Darbietung muss schließlich mit der Musik harmonieren.

Wer als Sportgymnast erfolgreich sein will, fängt früh mit dem Training an. „Man muss körperlich einiges mitbringen“, erklärt Trainerin Marie Goudek . Denn: „Wenn man nicht schon im Kleinkindalter beginnt, kann man das nicht aufholen.“ Neben Kraft, Ausdauer und einer guten Körperspannung ist vor allem Rückenbeweglichkeit gefragt. „Außerdem muss man einen Spagat können“, nennt Goudek eine weitere Voraussetzung.

Die größte Herausforderung ist es jedoch, die Figuren, Drehungen und Sprünge einfach aussehen zu lassen – obwohl sie in Wahrheit sehr schwierig sind. Und das wiederum erfordert Training. „Nicht alle, die mit diesem Sport anfangen, halten das auch durch“, erklärt Marie Goudek. Vier Mal pro Woche wird geübt – und zwar fast nur auf Zehenspitzen . „Es ist eine sehr akrobatische Sportart“, findet Clarissa Eichwald, die schon von Kind auf trainiert und ihren tollen Erfolg von Koblenz im nächsten Jahr wiederholen will. Dieses Mal kam sie mit dem Seil ins Finale, beim nächsten Deutschland-Cup möchte sie auch mit den anderen Geräten in die Top Ten.

► Die TG Münster richtet am heutigen Samstag ab 9.30 Uhr in der Sporthalle Lotharinger Straße einen Sommerpokal aus, um den 130 Gymnasten aus zehn Vereinen wetteifern. Weitere Infos zur TG Münster gibt es im Internet unter www.tg-muenster.de.

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