Taekwondo: Levent Tuncat trainiert in Lengerich
Volle Konzentration auf Olympia

Lengerich -

„Ja, er hat Talent. Er könnte Weltmeister und Olympiasieger werden“, sagt Dungeon Lee, der Levent Tuncat im Bundeskader trainiert. Am vergangenen Samstag war Levent Tuncat, einer der besten Taekwondo-Kämpfer Deutschlands, wieder einmal zum Training nach Lengerich gekommen.

Dienstag, 21.10.2014, 19:10 Uhr

Lockeres Aufwärmen: Bevor es später ernst wurde, trainierte Levent Tuncat (zweiter von rechts) am Samstag mit der Leopard-Jugend.
Lockeres Aufwärmen: Bevor es später ernst wurde, trainierte Levent Tuncat (zweiter von rechts) am Samstag mit der Leopard-Jugend. Foto: Uwe Wolter

Seit kurzem tritt Levent Tuncat offiziell für Leopard Lengerich (wie unsere Zeitung bereits kürzlich berichtete) an und pendelt seitdem häufig zwischen Duisburg , seinem eigentlichem Zuhause, und Lengerich hin und her.

„Ich bin hier nach Lengerich gekommen, weil ich hier die volle Unterstützung von Yako Arlaslan habe und ich mich hier voll auf die Olympischen Spiele 2016 konzentrieren kann“, begründet Tuncat seine Entscheidung pro Lengerich. Vor den Olympischen Spielen im Sommer 2016 in Rio de Janeiro möchte der Neu-Lengericher noch bei der Weltmeisterschaft 2015 in Chelyabinsk in Russland für Deutschland möglichst den Titel holen. „Davor gibt es aber auch noch viele Weltcup-Turniere“, so Levent Tuncat.

Levent Tuncat fährt zwei- bis dreimal in der Woche zum Training von Duisburg nach Lengerich. „Das ist im Moment leider etwas schwierig, weil ich im Moment nicht mobil bin und mir immer das Auto von meinem Vater leihen muss“, sagt der 26-Jährige. Wenn er nicht in Lengerich ist, trainiert er in einem Fitnessstudio in Duisburg-Laar. „Da gibt es auch noch einen Verein, mit dem wir kooperieren.“

Er kann Welt- und Olympiasieger werden.

Dungeon Lee

Bundestrainer Dungeon Lee, mit dem Tuncat jetzt zwei Wochen in Lengerich trainierte, spricht ihm, wie eingangs erwähnt, das Talent zu, etwas Großes zu erreichen. Momentan ist der gebürtige Duisburger Nummer sechs der Weltrangliste. „Ist schade, dass er oft verletzt ist. Aber er kann es schaffen, Weltmeister und Olympiasieger zu werden“, sieht großes Potenzial bei Levent Tuncat. Wegen seiner Verletzungsanfälligkeit verpasste er die WM 2013, fiel dadurch zwischenzeitlich auf Platz 60 der Weltrangliste zurück. Doch mit viel Ehrgeiz ausgestattet, kämpfte er sich wieder an die Weltspitze heran. Von seinem Können ist auch Yako Arlaslan von Leopard Lengerich überzeugt. „Levent hat eine gute Technik. Was Messi im Fußball ist, ist Levent im Taekwondo “, sagt Arlaslan mit sichtbaren Stolz.

Levent Tuncat und Bundestrainer Dungeon Lee (links).

Levent Tuncat und Bundestrainer Dungeon Lee (links). Foto: Uwe Wolter

Auch der Fernsehsender N24 ist auf Levent Tuncat aufmerksam geworden und war am Samstag extra nach Lengerich angereist, um in der Trainingshalle von Leopard einige Sequenzen für einen im November geplanten Bericht zu drehen. Dabei durften auch die Nachwuchskämpfer des Lengericher Clubs zu Beginn mit dem Top-Athleten und unter Anleitung von Bundestrainer Dungeon Lee ein lockeres Training absolvieren. Das ließen sich auch Karin Hilgemann, zweite Vorsitzende des Stadtsportverbandes, und der erste Beigeordnete der Stadt Lengerich Frank Lammert nicht entgehen und überzeugten sich von den sportlichen Tätigkeiten des Clubs vor Ort.

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