Sportlerwahl Greven
Muskelschmerzen ignoriert

Greven -

Sie haben sich lange und akribisch auf dieses Event vorbereitet. Und dann kamen sie bei den Deutschen Meisterschaften auf Rang zehn. Das Schwimmteam des TVE ist eines von vier Mannschaften, die zur Wahl der Mannschaft des Jahres stehen.

Montag, 01.12.2014, 12:12 Uhr

Als die vier TVE-Schwimmer Vera Schlautmann , Kim Kleimeier , Jan Kleimeier und Stefan Schulze-Temming im Juni dieses Jahres an den Deutschen Meisterschaften der Masters in Hannover teilnahmen, war es der letzte Schritt eines Weges, den die vier in den Wochen zuvor gegangen waren. Denn einen Wettkampf kann nur erfolgreich bewältigen, wer vorher zielgenau darauf hintrainiert hat.

Deshalb war der Trainingsplan in den Wochen vor dem Wettkampf auch speziell darauf ausgerichtet, zum richtigen Zeitpunkt in Höchstform zu sein. „Vor allem die Einheiten mit kurzen Strecken, hohen Intensitäten und vielen Sprintanteilen verlangten uns einiges ab“, berichtete Jan Kleimeier, der in der Vorbereitung auch die Trainingspläne schrieb. Da neben einer Freistil- auch eine Lagenstaffel geschwommen wurde, trainierte jeder Einzelne auch noch die Schwimmart, die er in dieser Staffel bewältigt werden musste.

„Das Training war sehr hart, doch mit den Meisterschaften als Ziel vor Augen fiel es mir viel einfacher als sonst, mich zu motivieren“, erklärte Kim Kleimeier, als sie erzählte, wie sie manches Mal die Zähne zusammen biss als die Muskeln schmerzten. Die besondere Herausforderung für Stefan Schulze-Temming war es, im Training mit den jüngeren Schwimmern mitzuhalten.

Der Umstand, in einer Mixed-Staffel, also einer Staffel aus zwei Frauen und zwei Männern, bei Deutschen Meisterschaften anzutreten, war für alle eine Premiere. Noch größer hingegen war die Premiere bei Vera Schlautmann. Für sie war es der erste Masters-Wettkampf überhaupt. Nachdem die erste Nervosität abgelegt war, wich die Anspannung der Vorfreude auf den Wettkampf. „Das Mannschaftsgefühl war super“, urteilte sie im Anschluss über den Tag. Der Gefühlszustand ihrer Mitschwimmer schwankte zwischen entspannt, wegen der guten Vorbereitung bis zu nervös, um ja bei den Staffelwechseln keine Fehler zu machen.

Da mit einer Top-Platzierung nicht gerechnet werden konnte war das Ziel der vier TVEler auch nicht der Titel, sondern vor allem eine Verbesserung gegenüber der Meldezeit. In packenden Kopf-an-Kopf-Rennen gelang es ihnen, die eine oder andere Staffel hinter sich zu lassen, wobei bis zum Ende der Rennen offen blieb, welche Platzierung das Team in dem Lauf belegen würde, da es den Mannschaften selbst überlassen ist, in welcher Reihenfolge sie Frauen und Männer an den Start bringen. Mit Verbesserungen von jeweils etwa einer Sekunde belegten sie schließlich in der Lagenstaffel den zehnten und in der Freistilstaffel den 13. Platz in der AK 100+.

Insgesamt zeigten sich die vier am Ende des Tages sehr zufrieden mit den erbrachten Leistungen. Zwar gibt es immer das eine oder andere zu verbessern, aber dafür bleibt ihnen ja noch genug Zeit, schließlich gibt es bei den Masters keine obere Altersbegrenzung. Angesichts der ältesten Teilnehmer bei diesen Meisterschaften – vier von ihnen waren älter als 90 Jahre – stand für Vera Schlautmann, mit 20 Jahren eine der Jüngsten Teilnehmerinnen, ein langfristiges Ziel fest: „Wenn ich so alt bin, möchte ich auch noch so schnell schwimmen können!“

Bis dahin stehen als nächstes großes Event erst einmal die Masters-Europameisterschaften 2016 im Londoner Olympia-Schwimmbad an.

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