Tischtennis in der Landesliga
Überraschender Durchmarsch

Metelen -

Mit der direkten Rückkehr in die Verbandsliga haben die Herren des TTV Metelen insgeheim gerechnet. Dass das Unternehmen aber derart souverän umgesetzt wird, überrascht schon. Teamsprecher Jan Tewes weiß, woran das liegt.

Dienstag, 03.03.2015, 17:00 Uhr

Nachdem der Aufstieg perfekt ist, werden sich Jan Tewes (l.), Frank Holtkamp (M.) sowie Martin Weßling und die übrigen Metelener über die Planungen für die nächste Saison unterhalten.
Nachdem der Aufstieg perfekt ist, werden sich Jan Tewes (l.), Frank Holtkamp (M.) sowie Martin Weßling und die übrigen Metelener über die Planungen für die nächste Saison unterhalten. Foto: Strack

Der Schaden ist repariert: Nach nur einem Jahr in der Landesliga kehren die Tischtennis-Herren des TTV Metelen im Sommer in die Verbandsliga zurück. Teamsprecher Jan Tewes blickt in einem Interview mit unserem Redaktionsmitglied Marc Brenzel auf den bisherigen Saisonverlauf zurück und nimmt zugleich die Spielzeit 2015/16 ins Visier.

Herr Tewes, Glückwunsch zur Rückkehr in die Verbandsliga. Überrascht es Sie, dass der Aufstieg schon fünf Spieltage vor dem Saisonende feststeht?

Jan Tewes: Wir hatten vor der Saison das Ziel ausgegeben, unter die ersten Drei zu kommen, sprich auf einem Aufstiegsplatz zu landen. Das schien uns eine realistische Vorgabe zu sein. Dass wir allerdings in dieser Deutlichkeit durchmarschieren, kommt überraschend.

Ihr Team führt die Tabelle mit 33:1 Punkten an. Und das, obwohl sich mit Heiko Fislage ein Leistungsträger in die Reserve verabschiedete und Tim Robert als Nummer zwei auch nur rund ein Drittel der Partien bestritten hat. Woher kommt trotzdem diese Qualität?

Tewes: Jeder von uns hat seinen Teil dazu beigetragen. Hendrik Waterkamp liefert eine überragende Saison ab, Frank Holtkamp ist in der Rückrunde noch ungeschlagen, Martin Weßling spielt unten stark, und ich habe auch die Kurve bekommen. Allen voran natürlich unser Neuzugang Dawid Ciosek, der im oberen Paarkreuz ein echter Überflieger ist.

Mit Cioseks Verpflichtung ist der Verein ein gewisses Risiko eingegangen. So richtig wusste niemand, wie stark der polnische Neuzugang ist. Was können Sie mittlerweile über den 24-Jährigen sagen?

Tewes: Menschlich wie sportlich ein super Typ. Er hat sich toll integriert und in Metelen eingelebt.

Wer nach 17 Spieltagen immer noch unbesiegt ist, dürfte auch in der Verbandsliga gewisse Ansprüche anmelden. Was sitzt für Ihr Team sportlich nächste Saison in der neuen Klasse drin?

Tewes: Wenn alle verletzungsfrei bleiben, dann bestehen durchaus Chancen, auf einen Platz im oberen Drittel. Man muss aber erstmal abwarten, wie stark die Liga sein wird. Selbst in dieser Klasse gibt es schon Vereine, die finanziell in einen oder zwei gute Spieler investieren.

Da der Aufstieg in trockenen Tüchern ist, gibt es Planungssicherheit für die Spielzeit 2015/16. Sie sind ja nicht nur Teamsprecher der ersten Mannschaft, sondern seit Kurzem auch Zweiter Vorsitzender des Vereins. Sind bereits Gespräche mit den Spielern geführt worden?

Tewes: Nein, noch nicht. Darüber unterhalten wir uns in den nächsten Wochen.

Noch sind fünf Spiele zu bestreiten. Wie lautet die Vorgabe?

Tewes: Dass wir – wenn möglich – alle Spiele gewinnen möchten. Wir wollen uns nämlich nicht den Vorwurf einer möglichen Wettbewerbsverzerrung aussetzen.

Was halten Sie von dem Vergleich, dass der TTV in dieser Saison der FC Bayern der Tischtennis-Landesliga ist?

Tewes: Eher wenig. Der Vergleich passt nicht. Was die Bayern national und international abliefern, ist außergewöhnlich.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3111396?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F28152%2F4845789%2F4845799%2F
Nachrichten-Ticker