Badminton-Bundesliga: Union bastelt am neuen Kader
Personalsuche mit Hindernissen

Lüdinghausen -

Die aktuelle Saison ist noch nicht beendet, aber der SC Union Lüdinghausen plant nach einem enttäuschenden Jahr schon das künftige Aufgebot. Erschwert wird die Aufgabe durch die Olympia-Qualifikation und das umstrittene Doppelspielrecht.

Freitag, 20.03.2015, 14:03 Uhr

Bleiben die Engländer? Noch ist offen, ob Heather Olver und Matthew Nottingham auch 2015/16 in Lüdinghausen spielen werden.
Bleiben die Engländer? Noch ist offen, ob Heather Olver und Matthew Nottingham auch 2015/16 in Lüdinghausen spielen werden. Foto: mkle

Noch ist die Saison in der Badminton-Bundesliga nicht beendet. In der Normalrunde steht am kommenden Wochenende noch ein Doppelspieltag an. Union 08 Lüdinghausen hat zwei Heimspiele: am Samstag gegen den PTSV Rosenheim , am Sonntag gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg (jeweils 14 Uhr in der Anto­niushalle). Danach geht es in die Play-Offs – die Lüdinghauser sind als Titelverteidiger nicht mehr dabei.

Zu schwierig war die laufende Spielzeit, auch weil die Personalplanungen nicht ganz einfach waren. So musste Teammanager Michael Schnaase bis zum Meldeschluss für die Ranglisten noch kurzfristig ein neues Team bauen, weil Selena Piek nach Dänemark wechselte und plötzlich auch Ruud­ Bosch praktisch nicht mehr zur Verfügung stand.

Zur neuen Saison soll das besser werden, Schnaase führt bereits viele Gespräche zur Kadergestaltung für die Spielzeit 2015/2016. „Da wollen wir auf jeden Fall wieder angreifen und den Einzug in die Play-Offs schaffen“, so der Teammanager. Doch zwei Umstände erschweren ihm derzeit alle Planungen. Zum einen steht jetzt bereits fest, dass die anstehende Olympia-Qualifikation dafür sorgen wird, dass immer wieder Spieler bei den Bundesliga-Partien fehlen werden. Die Punktewertungen bei den internationalen Turnieren sind enorm wichtig, und die Eigengewächse Karin Schnaase und Josche Zurwonne haben bereits angekündigt, dass sie „auf Olympia gehen“ werden. Allerdings werden mit diesem Problem auch alle anderen Teams zu kämpfen haben.

Eine zweite Schwierigkeit ist die Unsicherheit, ob die Spitzenspieler gleichzeitig in zwei Ligen in unterschiedlichen Ländern starten dürfen. Dies ist derzeit bei Karin Schnaase, Matthew Nottingham und Heather Olver der Fall, die parallel in Deutschland und England spielen. Während Schnaase diese Doppelbelastung angesichts des Olympia-Marathons nicht mehr auf sich nehmen will, ist der Verbleib der beiden Engländer in Lüdinghausen wohl auch davon abhängig, ob sie weiterhin auf beide Gleise setzen können.

Bei der nächsten Bundesliga-Vollversammlung Anfang April soll auch der Antrag des BC Beuel diskutiert werden, ob die doppelte Startberechtigung erhalten bleibt. „Ich fände das persönlich gut, weil dann den Spielern mehrere Möglichkeiten gegeben werden, Geld für die teuren Turnier-Teilnahmen zu verdienen“, sagt dazu Josche Zurwonne.

Erst nach der Versammlung kann Michael Schnaase mit den konkreten Planungen beginnen und dann auch mit allen Spielern abstimmen, wann sie wegen internationaler Turniere fehlen werden. „Da werde ich dann wohl ordentlich puzzeln müssen, um immer eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen“, sagt der Union-Teammanager – zumal er auch vermeiden will, dass wieder zwei nicht-europäische Spieler im Kader stehen, weil sie nicht gleichzeitig eingesetzt werden dürfen. Dieser Umstand führte in der laufenden Saison zu Schwierigkeiten, da Mizuki Fujii (Japan) und André Kurniawan Tedjono (Indonesien) nicht gleichzeitig auflaufen durften.

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