Badminton-Bundesliga
Kurioser Abschluss der Saison

Lüdinghausen -

Licht und Schatten am „bayerischen Wochenende“: In den beiden Heimspielen gegen Rosenheim und Neuhausen-Nymphenburg verzeichnete Union Lüdinghausen eine Niederlage und einen doppelten Punktgewinn. Ein unverhoffter Einzelsieg von Mizuki Fujii rettete Union noch den fünften Platz in der Abschlusstabelle.

Montag, 23.03.2015, 07:03 Uhr

Christoph Schnaase (l.) und Matthew Nottingham verloren im Herrendoppel gegen die Gäste aus Neuhausen-Nymphenburg.
Christoph Schnaase (l.) und Matthew Nottingham verloren im Herrendoppel gegen die Gäste aus Neuhausen-Nymphenburg. Foto: mkle

Verkehrte Welten zum Abschluss der Badminton-Bundesliga-Saison: Ein Spieler, der dem Coach Tipps gibt. Ein Titelverteidiger, der gegen den Drittletzten und Letzten so seine Probleme hat. Aber auch ein Nachwuchstalent, das seinen ersten Satz in der Liga holt. Und eine Doppelspielerin, die mit einem unerwarteten Sieg im Einzel letztlich für einen versöhnlichen Abschluss sorgt.

Doch von vorne: Eigentlich wollte Michael Schnaase, Teammanager des Erstligisten Union Lüdinghausen , zum Saisonfinale noch einmal alle Spieler präsentieren und daheim am bayrischen Wochenende gegen Rosenheim und Neuhausen-Nymphenburg aus München zwei Siege einfahren.

Doch es sollte anders kommen. Fiel zuvor schon Nick Fransman wegen einer Verletzung aus, musste auch Josche Zurwonne aufgrund von Problemen mit dem Ellenbogen passen. Und Karin Schnaase stieß bei den „Polish Open“ bis ins Endspiel vor, das sie auch gewann, sodass sie nicht mehr rechtzeitig in die Heimat zurückkehren konnte. So durfte dann auch der Indonesier André Kurniawan Tedjono nicht spielen, weil nur ein Nicht-EU-Ausländer pro Team spielen darf und durch das Fehlen von Karin Schnaase die Japanerin Mizuki Fujii gesetzt war.

So stand das Team am Samstag gegen den PTSV Rosenheim auf verlorenem Posten. Zwar siegte das Damendoppel Olver/Fujii klar, doch war das Herrendoppel nicht zu gewinnen, weil Einzelspezialist Yuhan Tan an der Seite von Matthew Notingham nicht zurechtkam. Im Einzel überzeugte der Belgier mit einem Sieg gegen David Obernosterer, aber Youngster Jan Kemper und Fujii standen in ihren Einzeln auf verlorenem Posten. Den möglichen Punkt zum Remis hatten Nottingham und Haether Olver auf dem Schläger, verloren aber gegen Käsbauer/Herttrich. Am Ende stand ein 2:4.

Gegen den Tabellenletzten aus München sollte es am Sonntag besser laufen. Wieder gewannen Fujii/Olver klar, doch der Einsatz des Trainers Christoph Schnaase an der Seite von Nottingham im Doppel zahlte sich nicht aus – auch wenn Zurwonne als Trainer Tipps gab. „Ich war einfach zu verkrampft“, so Schnaase. Eine starke Leistung zeigte wieder Tan bei seinem Zwei-Satz-Sieg, während Nottingham und Olver ihr Mixed wegen der Verletzung einer Gegnerin schnell gewannen.

Ein fulminanter Abschluss einer durchwachsenen Saison folgte. Kemper verlor im zweiten Herreneinzel den ersten Satz knapp und holte überraschend den zweiten Durchgang, um aber im finalen Satz den schwindenden Kräften Tribut zu zollen. „Das Spiel war aber super“, freute sich Kemper über seinen ersten Satzgewinn in der Bundesliga. Dagegen schaffte Fujii die ganz große Überraschung: Leicht angeschlagen bezwang die japanische Doppelspezialistin die Ukrainerin Natalya Voythsek in zwei Sätzen und holte den Siegpunkt für Union zum 4:2. „Ich bin einfach nur glücklich, dass ich das geschafft habe“, strahlte Fujii. Damit steht Lüdinghausen mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf Platz fünf der Abschlusstabelle.

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