Turnen beim SC Nordwalde
Gezittert am Balken? Kein bisschen

Nordwalde -

Nachdem der erste Liga-Wettkampf des Westfälischen Turnerbundes bis zum Anfang der Woche aufgrund eines fehlenden Ausrichters auf der Kippe gestanden hatte, freute man sich in Nordwalde umso mehr, dass mit der SG Sendenhorst kurzfristig ein Münsterländer Verein als „Notnagel“ zur Verfügung stand.

Dienstag, 21.04.2015, 15:04 Uhr

Platz zwei beim Liga-Wettkampf in Sendenhorst: Marielle Hemsing, Darja Winkel, Ronja Feld, Maja Rausmann, Sonia Reuter, Maj Lill Eppe und Eileen Otte, die vor allem am Balken eine starke Leistung zeigten.
Platz zwei beim Liga-Wettkampf in Sendenhorst: Marielle Hemsing, Darja Winkel, Ronja Feld, Maja Rausmann, Sonia Reuter, Maj Lill Eppe und Eileen Otte, die vor allem am Balken eine starke Leistung zeigten. Foto: mm

So ersparten sich die Teilnehmer immerhin eine stundenlange Anreise, was dem Team als zusätzliche Motivation diente. Dieses war für die verbliebenen vier Starterinnen Eileen Otte , Darja Winkel, Marielle Hemsing und Maj Lill Eppe auch dringend notwendig, gingen sie doch in Minimalbesetzung ins Rennen, da neben Anna Isselstein und Nina Wobbe (Studium) auch Ronja Feld (Verletzung) nicht zur Verfügung stand. Umso größer war an diesem Tag das „Team um das Team herum“ – neben den Trainerinnen Maja Rausmann und Mucki Korban begleiteten zahlreiche Fans „ihre“ Mannschaft, um diese moralisch zu unterstützen.

Gleich am ersten Gerät, dem Schwebebalken, setzte sich Nordwalde von allen anderen Teams ab. Mit durchgängig souverän geturnten und vor allem sturzfreien Übungen erreichte Nordwalde hier die höchste Mannschaftswertung. Eileen Otte erhielt für ihren Vortrag außerdem die Tageshöchstnote, dicht gefolgt vom Youngster Maj Lill Eppe mit der zweitbesten Punktzahl.

Der Boden brachte mit ansehnlichen Darbietungen homogene Wertungen für alle vier Starterinnen und ein Gesamtergebnis im oberen Mittelfeld, wobei Maj Lill Eppe die meisten Teampunkte beisteuerte.

Am Sprung fehlten die hochwertigen Sprünge der verhinderten Starterinnen, so dass man trotz guter Einzelleistungen mit Platz acht Vorlieb nehmen musste, da den präsentierten Schraubensprüngen eine geringere Wertigkeit zugrunde liegt.

So gelangte der SCN letztendlich an den Stufenbarren, welcher allerdings aufgrund seiner Beschaffenheit viele Starterinnen an diesem Wochenende zur Verzweiflung brachte. Ungewohnte Holmverhältnisse ließen es kaum zu, die Wettkampfübungen in konventioneller Manier „abzuspulen“. „Ich weiß überhaupt nicht, was ich turnen soll“, ärgerte sich besonders Eileen Otte über diese Situation, brachte doch auch ein Verstellen der Holmhöhe nichts. Aber auch diese Herausforderung meisterte das Quartett – 30,40 Barrenpunkte bedeuteten Position zwei im Gesamtklassement. Besser war hier lediglich ein überragender BTW Bünde, dessen Turnerinnen in jeder Hinsicht eine Kategorie für sich waren und zu Recht den ersten Platz belegten. Dass Nordwalde sich allerdings gleich dahinter auf Rang zwei wiederfinden sollte, war eine Riesenüberraschung und ließ nicht nur die vier Starterinnen jubeln. „Das ist einfach unglaublich“ freute sich Darja Winkel, während Marielle Hemsing eher die Worte fehlten.

Ich weiß überhaupt nicht, was ich turnen soll.

Eileen Otte
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