Rudern: Baltic-Cup
Goldene Tage für RVM-Athlet Schwinde in Småland

Münster -

Henri Schwinde vom RV Münster gewann beim Baltic-Cup der Ostseeanrainer-Staaten im schwedischen Jönköping gleich zweimal seine Rennen im Einer. Zunächste über 2000 und dann über 500 Meter war das Talent nicht zu schlagen.

Montag, 28.09.2015, 19:11 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 28.09.2015, 16:13 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 28.09.2015, 19:11 Uhr

Jönköping ist eine kleine Stadt in der südschwedischen Provinz Småland – nicht weit entfernt vom noch kleineren Örtchen Lönneberga, wo einst Astrid Lindgrens Michel sein Unwesen trieb. Verglichen mit Lönneberga ist Jönköping ein vergleichsweise unbeschriebenes Blatt, soll aber auch selbst noch viel Sehenswertes zu bieten haben. „Das habe ich jedenfalls gehört“, sagt Henri Schwinde, „gesehen habe ich es leider nicht. Wir waren eigentlich ausschließlich an der Regattastrecke.“ Das war auch schon die einzige schlechte Nachricht, die der junge Ruderer des RV Münster vom Baltic-Cup in Südschweden mitbrachte – ansonsten war im Wortsinne alles Gold, was dort in den letzten drei Tagen glänzte.

Respektable Vorsprünge

Zwei Mal ging der junge Münsteraner im Deutschland-Einer an den Start, zwei Mal überquerte er als Erster der Ziellinie – beide Male mit respektablem Vorsprung. Erst dominierte Schwinde das Rennen über den 2000-Meter-Klassiker, anschließend hängte er die Konkurrenz auch auf der 500-Meter-Distanz souverän ab. „Das lief perfekt“, hatte anschließend naturgemäß auch Heimtrainer Marc Roßmeier nichts an den Auftritten seines Schützlings auszusetzen. Mit 13 Gold- und sieben Silbermedaillen sicherte sich der Deutsche Ruderverband zudem mit großem Abstand die Nationenwertung. Ein Erfolg, der Lust auf mehr machte, wie der 16-Jährige schon auf der Rückfahrt zu Protokoll gab. Und im Jahr 2016 darf die Konkurrenz dann auch gerne nicht nur von den Ostseeanrainer-Staaten, sondern aus der ganzen Welt kommen. „Mein Ziel ist ganz klar die Weltmeisterschaft“, sagt Schwinde nach seinem Gold-Doppel in Schweden.

WM im Auge

In der aktuellen Saison hat der Münsteraner die Teilnahme an den Junioren-WM sehr unglücklich verpasst – im kommenden Jahr soll der nächste Angriff folgen. Schon allein, weil die Wettkämpfe dann eine Woche lang andauern – und Zeit bleibt, sich auch ein wenig außerhalb der Regattastrecke umzuschauen.

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