Karate-WM in Burgsteinfurt
Glanzpunkt der Vereinsgeschichte

Burgsteinfurt -

Auf große Resonanz stieß die vom TuS Laer ausgerichtete Karate-Weltmeisterschaft in der Burgsteinfurter Sporthalle an der Liedekerker Straße. Aus Sicht der Gastgeber feierte Florian Reisch den größten Erfolg. Er wurde Vize-Weltmeister.

Montag, 05.10.2015, 14:10 Uhr

Beeindruckende Einblicke in diverse Tritttechniken lieferten die Karateka bei der WM in der Sporthalle an der Liedekerker Straße. Die Darbietungen stießen auf große Resonanz, denn die Sporthalle war an beiden Tagen voll besetzt.
Beeindruckende Einblicke in diverse Tritttechniken lieferten die Karateka bei der WM in der Sporthalle an der Liedekerker Straße. Die Darbietungen stießen auf große Resonanz, denn die Sporthalle war an beiden Tagen voll besetzt. Foto: Thomas Strack

An der Decke Nationalflaggen, in der gesamten Halle ein Mix aus den verschiedensten Sprachen, an den Kampfflächen zahlreiche Schiedsrichter und Funktionäre im Anzug und zum Abschluss feierliche Siegerehrungen mit Nationalhymnen: Der besondere Reiz einer Weltmeisterschaft war am vergangenen Wochenende in der Burgsteinfurter Kreissporthalle zu erleben.

333 Sportler aus 13 Nationen durfte die Taekwondo-Abteilung des TuS Laer als Ausrichter der Karate-Weltmeisterschaft des Verbands IBF (International Budo Federation) begrüßen. Die größte Teilnehmergruppe stellte die Gastgebernation Deutschland, aber auch Osteuropa – speziell die Ukraine – war zahlenmäßig stark vertreten. Hinzukamen unter anderem Teilnehmer aus den Niederlanden, Indien und den USA, die allesamt von zahlreichen Trainern und Betreuern begleitet wurden.

Seit über zwei Jahren hatte sich Abteilungsleiter Rolf Harder mit seinem Team auf dieses Wochenende vorbereitet. Für die Fachschaft des TuS stellte das internationale Großereignis den Höhepunkt ihrer nunmehr 27-jährigen Geschichte dar.

Auch sportlich machte der TuS auf sich aufmerksam. Florian Reisch darf sich nun Vizeweltmeister in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm nennen. Dabei blieb Reisch ohne Niederlage, aufgrund einer Verletzung am Auge konnte er im Finale nicht antreten. Ein Ergebnis, das seinen Trainer Harder „extrem stolz“ machte: „Er ist ungeschlagen. Einen besseren Vizeweltmeister kann man sich nicht vorstellen.“ Shahruh Nuriddinov und Emil Scholz (beide ebenfalls TuS Laer) zahlten zwar sportlich Lehrgeld, konnten aber, so Harder, „bei einem großen Event wichtige Erfahrung sammeln.“

Bereits am Samstag hallte ein lautes „So sehen Sieger aus“ durch die Kreissporthalle. Die deutsche Nationalmannschaft der Herren hatte sich kurz zuvor durch einen Finalsieg gegen die Niederlande zum Teamweltmeister gekrönt. Überhaupt präsentierten sich die deutschen Sportler in guter Verfassung. Gleich zehn Mal wurde bei einer Siegerehrung die deutsche Nationalhymne gespielt. Damit ging die Bundesrepublik bei insgesamt 24 vergebenen Titeln als erfolgreichste Nation hervor. Lediglich in der Disziplin „Hand-to-Hand-Fight“ dominierten die Ukraine und Usbekistan.

IBF-Präsident Friedebert-Georg Niering fand ausschließlich lobende Worte für den TuS als Ausrichter: „Herr Harder hat mit seinem Team eine super, super Vorbereitung geleistet. Dafür gilt ihm mein besonderer Dank und meine große Hochachtung.“ Harder gab das Kompliment gleich an seine gesamte Abteilung weiter: „Ohne die Helfer wäre es nicht möglich gewesen. Unfassbar, was sie geleistet haben.“

Der sportlich faire Umgang der Sportler miteinander und ausgebliebene größere Verletzungen trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Auch die sportlich ansprechenden Leistungen sowie an beiden Tagen vollbesetzte Tribünen ließen Harder zu einem rundum positiven Fazit kommen: „Alles ist hervorragend abgelaufen, der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

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