Reformen im deutschen Badminton
Ein Viertelfinale nach der Normalrunde

Lüdinghausen -

Die Vereine der ersten und zweiten Bundesligen haben einschneidende Veränderungen beschlossen. Ab der nächsten Saison soll es in der ersten Liga ein Viertelfinale und eine Abstiegsrelegation geben. Und es werden sieben statt sechs Einzelspiele pro Bundesliga-Partie ausgetragen.

Montag, 02.11.2015, 06:11 Uhr

In der kommenden Saison soll in der Bundesliga wieder ein zweites Herrendoppel gespielt werden – hier Matthew Nottingham (r.) und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen.
In der kommenden Saison soll in der Bundesliga wieder ein zweites Herrendoppel gespielt werden – hier Matthew Nottingham (r.) und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen. Foto: rau

Die Badminton-Bundesliga spannender und attraktiver machen – sowohl für die Zuschauer als auch für die Zweitliga-Vereine, die bislang teilweise den Aufstieg scheuten: Das war und ist das Ziel der Vereine der ersten Liga und der zwei zweiten Ligen. Diesem Ziel sind die 26 Klubs jetzt ein großes Stück nähergekommen. Sie haben mehrheitlich bei ihrer Versammlung am Samstag in Saarbrücken am Rande des Grand-Prix-Turniers einschneidende Veränderungen beschlossen, die zur nächsten Spielzeit schon in Kraft treten.

Für Erstligist Union 08 Lüdinghausen nahm Teammanager und Abteilungsleiter Michael Schnaase an der langen Versammlung teil. „Wir haben einige Kompromisse geschlossen“, sagte er. So werden künftig in den ersten beiden Ligen sieben Begegnungen ausgetragen. Aus Sicht der ersten Liga kommt das zweite Herrendoppel hinzu, aus Sicht der zweiten Liga, in der bislang wie in allen weiteren deutschen Spielklassen acht Partien ausgetragen wurden, fällt das dritte Hereineinzel weg. „Dadurch werden die Begegnungen länger. Es bleibt abzuwarten, wie das die Zuschauer honorieren“, meint Schnaase. Mit dieser Lösung hofft man, dass der Schritt aus der zweiten in die erste Liga leichter fällt. Diskutiert wird allerdings noch, ob ein dritter Satz möglicherweise mit weniger gespielten Punkten verkürzt wird, damit die Partien nicht zu lange andauern.

Eine zweite Neuerung begrüßt Schnaase ausdrücklich. Damit das Mittelfeld der ersten Liga interessanter wird, soll künftig nach Abschluss der Normalrunde mit weiterhin zehn Teams in der ersten Liga ein Viertelfinale gespielt werden. Dort trifft der Dritte der Vorrunde auf den Sechsten, der Vierte auf den Fünften. Die jeweiligen Sieger spielen im Halbfinale gegen den Ersten und Zweiten der Vorrunde. Das Finale bestreiten die Gewinner dieser Spiele. Halbfinale und Finale sollen der größeren Spannung wegen an einem Wochenende an einem neutralen Ort ausgespielt werden.

Auch am Tabellenende soll es spannender werden. Der Letzte steigt automatisch ab, der Vorletzte bestreitet mit den beiden Zweitliga-Ersten eine Relegation. „Dies macht die Liga deutlich attraktiver, und es werden dann keine Spiele mehr abgeschenkt“, begrüßt Schnaase die Veränderung.

Weiter in Arbeit ist indes die Gründung eines eigenen Verbundes der Erst- und Zweitligavereine. Dabei sind noch Satzungsfragen zu klären.

► In der Bundesliga gastiert der SC Union Lüdinghausen am morgigen Dienstag (19 Uhr) beim TSV Trittau und erwartet am kommenden Samstag (7. November) um 14 Uhr in der Sporthalle des St.-Antonius-Gymnasiums den TSV Neuhausen-Nymphenburg.

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