Wasserball | Verbandsliga: Saisonstart Schwimmverein Gronau
Saison mit vielen Fragezeichen

Gronau -

„Wir hoffen auf das Beste, wir rechnen aber auch mit dem Schlimmsten.“ So fasst Dennis Niehoff, Torhüter im Wasserball-Team des Schwimmvereins Gronau, die Erwartungen an die neue Saison zusammen. Am Montag (14. November) startet er mit seiner Mannschaft als Aufsteiger in der Verbandsliga in die aktuelle Spielzeit und begibt sich damit gewissermaßen auf eine Reise ins Ungewisse. Denn die dort wartenden Gegner sind sowohl den Spielern als auch Trainerin Iris Meyer nahezu vollständig unbekannt.

Freitag, 11.11.2016, 20:11 Uhr

Bereit für die Verbandsliga: Die Wasserballer vom Schwimmverein Gronau freuen sich auf die neue Saison, die am Montag startet. Was den SVG ab dann erwartet, steht für die Aktiven selbst noch in den Sternen.
Bereit für die Verbandsliga: Die Wasserballer vom Schwimmverein Gronau freuen sich auf die neue Saison, die am Montag startet. Was den SVG ab dann erwartet, steht für die Aktiven selbst noch in den Sternen. Foto: Günter Poggemann

Vor einem Jahr hatte Daniel Voß noch einen Platz in der oberen Tabellenhälfte der Nordwestfalenliga als Ziel ausgegeben. Als seine Mannschaft dann aber eine unerwartete Siegesserie hinlegte, wurde daraus zunächst das Ziel, möglichst lange an der Spitze mitzumischen, und schließlich nahm der SVG auch die Meisterschaft ins Visier. Als diese dann sogar Realität wurde, glaubten die Gronauer zunächst noch, sich über Relegationsspiele für die Verbandsliga qualifizieren zu müssen. Als aber auch diese entfielen, ergriff der Schwimmverein die Chance beim Schopf und nimmt jetzt trotz mancher Bedenken im Team die Herausforderung in Angriff.

„Ich freue mich auf die Saison“

Mitte August bereits begann das Team daher unter der Regie von Iris Meyer mit der Vorbereitung auf die jetzt beginnende Saison. Meyer hatte schon im Januar die Trainingsleitung übernommen, sodass Daniel Voß sich wieder ganz auf seine Rolle als Spieler im Kader konzentrieren kann. „Ich freue mich sehr auf die neue Saison“, bekennt die ehemalige Nationalspielerin und Deutsche Meisterin. Vor allem freut sie sich aber über die große Trainingsbeteiligung und das Engagement aller Akteure.

„Trotz Studium und auswärtiger Beschäftigung war durchgängig eine Vielzahl der Spieler beim Training“, berichtet Iris Meyer – und dies, obwohl sie ihren Spielern im Training einiges abverlangte. „Zunächst haben wir uns fast ausschließlich auf das Schwimmtraining konzentriert, mit Einheiten von 3.000 bis 4.000 Metern“, so die Übungsleiterin. Gerade hier, das heißt im konditionellen Bereich, sieht sie die vermutlich größten Defizite gegenüber den Konkurrenten in Verbandsliga.

80 Prozent Schwimmen, 20 Prozent Taktik

Wasserball sei zu 80 Prozent Schwimmen und zu 20 Prozent Taktik, ist sie überzeugt. Erst in den letzten Wochen rückte daher die Verbesserung der taktischen Einstellung mehr in den Vordergrund, zum Beispiel auch durch Testspiele wie am letzten Donnerstag noch gegen den ZC Losser. „Wir müssen einfach noch mehr miteinander spielen und den Kopf einsetzen“, fasst Iris Meyer die Zielsetzung im taktischen Bereich zusammen.

Was am Ende beim Gastspiel in der Verbandsliga gegen Teams zum Beispiel aus Essen, Düsseldorf , Bochum oder Oberhausen herauskommen kann, darüber hat auch die Trainerin keine Vorstellungen. „Wir werden uns über jedes gewonnene Spiel wahnsinnig freuen“, sagt sie daher. Schon die Mannschaft des ersten Gegners am kommenden Montag, die SGW SC Rote Erde/SV Brambauer II, werde äußerst ausgeglichen besetzt sein und mit großem Einsatz zur Sache gehen, vermutet Iris Meyer. „Wir treffen dort wahrscheinlich auf viele junge, äußerst ehrgeizige Spieler, die sich für die 1. Mannschaft der Spielgemeinschaft, die in der 2. Wasserballliga antritt, empfehlen wollen.“

Chancen nutzen, Erfahrungen sammeln

Trotzdem werden Iris Meyer und die Mannschaft die Fahrt zum ersten Auswärtsspiel, bevor dann am 25. November das erste Heimspiel gegen den SC Lünen II im Terminkalender steht, optimistisch antreten. „Wir wollen unsere Chancen nutzen und einfach auch viele neue Erfahrungen sammeln“, heißt die Devise. Und wenn dann doch eine Niederlagenserie kommen sollte? „Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen“, vertraut Iris Meyer auch ganz auf die positive Grundeinstellung ihrer „tollen Truppe“.

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