Leichtathletik: 800 Meter
Dennis Biederbick plant im Sportinternat den EM-Angriff

Ahlen -

Große Leistungen bringen große Veränderungen mit sich. Jedenfalls trifft das auf Ahlens 800-Meter-Hoffnung Dennis Biederbick zu. Der 19-Jährige hat nach etlichen neuen Bestzeiten im vergangenen Jahr nun den Umzug ins Sportinternat vollzogen und plant nun den Angriff auf EM- und WM-Norm.

Freitag, 02.12.2016, 20:12 Uhr

Nach der DM ist vor der EM: Dennis Biederbick (rechts) – hier nach dem Finale der Deutschen Meisterschaft – trainiert mittlerweile in einem Sportinternat.
Nach der DM ist vor der EM: Dennis Biederbick (rechts) – hier nach dem Finale der Deutschen Meisterschaft – trainiert mittlerweile in einem Sportinternat. Foto: Danny Schott

Der Schritt war konsequent, aber mutig. Nach etlichen neuen Bestzeiten 2016 und den hervorragenden Leistungen bei der Jugendweltmeisterschaft in Polen musste es ja vorwärts gehen: Also noch mehr Einsatz, noch höhere Ziele. Für Dennis Biederbick , Ahlens Nachwuchshoffnung über 800 Meter, bedeutete sein persönliches Erfolgsjahr den Abschied von der Heimat. Seit Oktober hat er auf Vermittlung von Bundestrainer Georg Schmidt einen Platz in einem Sportinternat in Frankfurt und die Junioren-EM in Polen fest im Blick.

„Wir haben uns nur schweren Herzens voneinander getrennt, aber der Kontakt ist natürlich weiter eng. In Frankfurt kann Dennis Sportkarriere und sein Abi machen“, begrüßt sein langjähriger Trainer und Berater Ralf Gosda den Schritt seines Schützlings. Der sei „gut angekommen und in einer super Trainingsgruppe“, so Gosda weiter.

Qualifikationsnormen erfordern nochmal deutliche Steigerung

Zu dieser Gruppe gehört auch der Dritte der Deutschen Meisterschaft, Marc Reuther. Der legte mit 1:46,1 Minute sogar die beste deutsche 800-Meter-Zeit des Jahres hin, nur eben nicht im taktisch verlaufenen Finale der DM. Dennoch: Ein sehr starker Trainingspartner.

Der 19-Jährige Biederbick teilt sich mit dem 20-jährigen Reuther zwei große Ziele, die sie im kommenden Jahr erreichen wollen: die Junioren-Europameisterschaft in Polen und die WM-Qualifikationsnorm. Um an der EM teilzunehmen, braucht es die Qualinorm von 1:47,7, für die WM gar eine 1:45,5. Letzteres würde für Biederbick bedeuten, dass er seine bisherige Bestzeit noch einmal um mehr als zwei Sekunden steigern muss. Eine echte Herausforderung. Doch Ralf Gosda glaubt, dass Biederbick das schaffen kann, wenn „er gesund bleibt und sein Trainingspensum von 60 Kilometern oder mehr in der Woche durchhält“. Schließlich habe sich Dennis schon von 2015 bis 2016 um sogar 3,5 Sekunden verbessert.

Bis zu den neuen Meilensteinen ist es aber noch ein langer Weg für Biederbick. Und apropos weiter Weg: Mit der Nationalmannschaft stehen für ihn bis April wohl gleich drei Höhentrainingslager in Südafrika an.

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