Schwimmen
Budapest ruft – Vier Grevener Schwimmer folgen

Greven -

Ungarn ist für drei Schwimmer des TVE Greven eine Reise wert. Die Teilnahme an den Weltmeisterschaften der Masters bedeuten für Ruth Niehaus, Jan und Kim Kleimeier den absoluten Saisonhöhepunkt.

Freitag, 11.08.2017, 08:08 Uhr

Das Trio des TVE Greven, das zu den Weltmeisterschaften der Masters nach Budapest reist (v.l.): Ruth Niehaus, Jan Kleimeier und Kim Kleimeier.
Das Trio des TVE Greven, das zu den Weltmeisterschaften der Masters nach Budapest reist (v.l.): Ruth Niehaus, Jan Kleimeier und Kim Kleimeier. Foto: Mario Witthake

Nach wie vor ist der Balaton ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Budapest gilt als eine der spannendsten europäischen Hauptstädte. Ruth Niehaus, Jan und Kim Kleimeier fahren aber nicht nach Ungarn, um Urlaub zu machen. Das Schwimmtrio vom TVE Greven will sich sportlich beweisen – bei den Weltmeisterschaften der Masters.

„Wenn das nicht der Saisonhöhepunkt ist, dann weiß ich auch nicht.“ Jan Kleimeier hat zwei Wochen vor den ersten Bahnwettkämpfen die harte Trainingsarbeit hinter sich. Bevor er mit seiner Schwester Kim am 14. August gen Budapest düst, geht‘s ans Feintuning. Er hat in Start- und Wendepunkt investiert, um in Ungarn seine persönliche Bestzeit zu erreichen. Zuletzt ließ sich das bei den Langbahnmeisterschaften in Münster gut an. Auf 50 Meter Freistil kam er nah an seine Bestzeit heran.

Von ihrer persönlichen Bestzeit ist Kim Kleimeier noch weit entfernt. „Ich habe Trainingsrückstand“, gibt sie zu.

Der Sprintspezialistin kommt es entgegen, dass ihre Wettkämpfe erst gegen Ende der Masters (7. bis 20. August) stattfinden. Budapest kennt sie bereits. Lange Märsche durch die Stadt wird sie vermeiden, um auf den Punkt fit zu sein.

Schon vor den Kleimeiers macht sich Ruth Niehaus auf nach Ungarn. Sie fliegt am 10. August, um zunächst die 3000-Meter im freien Gewässer des Plattensees mitzunehmen.

Eigentlich kontraproduktiv, da ihr Fokus auf die 50 und 100 Meter liegt und sie berechtigte Chancen hat, in ihrer Altersklasse eine Top-Ten-Platzierung zu erreichen. Aber: In London ist sie im Mai 2016 samstags die 5000 geschwommen und tags darauf auf 50 Meter Brust unter 40 Sekunden geblieben. „Ich krieg‘s hin“, sagt sie und lacht laut auf.

Optimistisch ist die routinierte Schwimmerin, die vor 15 Jahren aus beruflichen Gründen Greven verlassen hat. Die frühere Trainerin der Kleimeiers hält sich im baden-württembergischen Bühl fit. Kim Kleimeier, Studentin in Hannover, trainiert bei einem Verein in Stade. Jan Kleimeier ist in Greven geblieben. Hier individuell zu trainieren, sei kein Problem, da er weiß, wann die Bahnen im Freibad leer sind. An diesem Tag ist es recht windig.

Auch der verregnete Sommer sei mehr Wohl als Übel gewesen. „Dann ist nur der Weg aus dem Wasser zu den Duschen unangenehm, aber die Bahn leer“, so Jan Kleimeier. „Hauptsache, es hagelt nicht“, ergänzt Kim Kleimeier. Der ist in Budapest nicht zu befürchten. Bei sonnigen 30 Grad, so die mittelfristige Wetter-Prognose, will sich das Grevener TVE-Trio erfolgreich nass machen lassen.

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