Schießen: Deutsche Meisterschaften
Vereinigte Sportschützen Epe jubeln über zweimal Bronze

Epe -

Zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften setzten die Vereinigten Sportschützen Epe noch einmal ein Ausrufezeichen. Ihre besondere Klasse wurde deutlich wahrnehmbar honoriert.

Montag, 04.09.2017, 15:09 Uhr

VSS-Trainer Jochen Perrefort freut sich mit dem Nachwuchs (von li.) Lucy Werner, Lily Werner, Hanna Sundermann und Louisa Blooms über tolle DM-Leistungen.
VSS-Trainer Jochen Perrefort freut sich mit dem Nachwuchs (von li.) Lucy Werner, Lily Werner, Hanna Sundermann und Louisa Blooms über tolle DM-Leistungen. Foto: VSS Epe

Zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften im Sportschießen in München-Hochbrück durften gleich zwei Schützinnen der Vereinigten Sportschützen Epe doch noch aufs Treppchen steigen.

In der Disziplin KK 100 Meter Damen ging Malin Wigger zusammen mit Denise Palberg und Heike Frey an den Start und erlebte knappe Entscheidungen um den DM-Titel. Um nur einen Ring verpasste das Team mit einem Gesamtergebnis von 880 (von 900 möglichen) Ringen die Silbermedaille, die sich die SGi 1920 Mengshausen sicherte (881 Ringe). Nur sechs Ringe lagen zwischen Platz drei und eins, wo die Schützinnen der SSG Dynamit Fürth standen und DM-Gold gewannen. „Wir sind alles andere als enttäuscht, das war Nervenkitzel pur bis zum Schluss, und das wurde mit Bronze belohnt“, lässt Wigger die Kleinkaliber-Wettkämpfe mit einem Lächeln Revue passieren. Sie konnte genau wie Teamkameradin Palberg 294 Ringe zum Mannschaftsresultat beisteuern, Heike Frey traf 292 Ringe.

Der zweite große Jubel am Wochenende brach bei den mitgereisten VSS-Trainern und Fans nach der DM-Premiere des sogenannten Lichtschießens aus. Denn gleich bei ihrer allerersten Teilnahme an einem nationalen Wettkampf überhaupt schaffte es Lily Werner ziemlich weit nach oben. Sie wurde Dritte bei der neuen Disziplin, an der nur die Altersklasse U11 zugelassen wurde.

Der Nachwuchs wurde gleich mehrfach gefordert. Zuerst mussten 20 Schuss mit einem gewehrähnlichen Lichtsportgerät abgegeben werden, danach stand Seilspringen auf Zeit auf dem Programm und abschließend ein Merkspiel. Beim Seilspringen wurde die gesprungene Anzahl berechnet, und das Merkspiel bestand aus über 20 Gegenständen, die ähnlich wie bei der Spielshow „Am laufenden Band“ behalten und später aufgezählt werden mussten.

Werner traf beachtliche 187 Ringe, schaffte 76 Seilsprünge und konnte fast alle Gegenstände aufzählen. Lilys ältere Schwester Lucy ging in München auch an den Start und überzeugte mit dem Team der VSS-Schüler (Louisa Bloom, Hanna Sundermann). Mit 543 Ringen verbesserten die Schüler ihr schon gutes Ergebnis von der Landesmeisterschaft um einen Ring.

Aufgrund der starken bundesweiten Konkurrenz landeten die Schülerinnen damit auf Platz 33. Beste Schützin war hier Louisa Bloom mit 187 Ringen (Platz 74), gefolgt von Hanna Sundermann (184 Ringe, Platz 121) und Lucy Werner (172 Ringe, Platz 192). „In dem Team steckt sehr viel Potenzial, in den nächsten Jahren können die Mädels noch richtig weit kommen“, lobt VSS-Trainer Jochen Perrefort den Auftritt seiner Schützlinge.

Die Entwicklung der noch jungen Truppe haben auch die Landestrainer des Westfälischen Schützenbundes (WSB) mitbekommen und sprachen noch in München eine Einladung zum Kadertraining ins Landesleistungszentrum des WSB nach Dortmund aus.

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