Leichtathletik | Deutsche Meisterschaft U18 / U20: Franziska Dinkelborg
Mutmacher für neue Ziele

Ulm/Gronau -

Finale verpasst, aber eine neue persönliche Bestmarke aufgestellt: Letzteres machte – auch wenn der ganz große Traum nicht wahr wurde – die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der Altersklasse U18 in Ulm für Franziska Dinkelborg zu einem großen Erfolg.

Sonntag, 06.08.2017, 00:08 Uhr

Starke Leistung: Vom Start weg musste Franziska Dinkelborg (li.) beißen, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Im Ziel war sie nach einer neuen persönlichen Bestleistung im wahrsten Sinne des Wortes platt.
Starke Leistung: Vom Start weg musste Franziska Dinkelborg (li.) beißen, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Im Ziel war sie nach einer neuen persönlichen Bestleistung im wahrsten Sinne des Wortes platt. Foto: Danny Schott

Nach Meinung des Trainers wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen. Franziska Dinkelborg aber freute sich nach ihrem Vorlauf über 800 Meter bei der U18-DM in Ulm vor allem über die nochmalige Verbesserung ihrer persönlichen Bestmarke.

Mit der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften vor drei Wochen bei der NRW-Meisterschaften mit der neuen Bestzeit von 2:17:45 Min. für die 800 m hatte die 16-jährige Läuferin des TV Westfalia Epe ihr großes Saisonziel eigentlich schon erreicht. Aber dennoch hatte sie in den letzten drei Wochen nochmals äußerst engagiert trainiert, um in Ulm im Feld der besten Läuferinnen ihrer Altersklasse in Deutschland ein gutes Bild abzugeben.

„Es war alles schon ein bisschen anders als bisher gewohnt, zum Beispiel als wir uns vor dem Start im Callroom versammeln mussten“, berichtete Franziska Dinkelborg später. Außergewöhnlich nervös sei sie aber nicht gewesen – so war zumindest ihr eigener Eindruck. Im zweiten von drei Vorläufen ging sie am Freitagmittag auf der Außenbahn im Donaustadion an den Start. Hinter ihr direkt auf Bahn sieben startete die Meisterschaftsfavoritin Lena Posniak aus der Erfurt, die sich am Samstag dann auch tatsächlich den Titel holte und im Vorlauf vom Start weg ein sehr schnelles Tempo vorlegte. Nach 31 Sekunden hatte sie die ersten 200 m geschafft und so dafür gesorgt, dass sich das Feld der neun Läuferinnen schon weit auseinanderzog.

Franziska Dinkelborg (vorne) im Ziel.

Franziska Dinkelborg (vorne) im Ziel. Foto: Danny Schott

Dinkelborg konnte sich daher zusammen mit der Nordhornerin Finja Buchalla nur am Ende des Feldes einreihen. Zwar drosselte die Führende das Tempo auf den nächsten 200 m, sodass die Läuferinnen wieder enger zusammenrückten. Franziska Dinkelborg und die Nordhornerin liefen aber bis eingangs der Schlusskurve mehr oder weniger einträchtig nebeneinander her. Dann aber zündete die Eperanerin ihren Turbo. In der Kurve und auf der Zielgerade konnte sie noch mehrere Läuferinnen überholen und überlief schließlich nach 2:15:53 Min. als Fünfte die Ziellinie. Auch wenn sie damit den Endlauf der zehn schnellsten Läuferinnen aus allen drei Vorläufen nicht erreichte, jubelte Franziska Dinkelborg ausgiebig über die nochmalige Verbesserung ihrer Bestmarke um 1:92 Sek. Mit dieser Zeit war sie 14. im Feld aller 25 gestarteten Läuferinnen, nachdem sie mit ihrer Meldezeit noch auf Platz 20 gelegen hatte.

„Wer am Ende noch so spurten kann, für den wäre möglicherweise auch noch mehr drin gewesen“, kommentierte Trainer Reinhard Wittland den Lauf seines Schützlings. Auch für Franziska Dinkelborg war vor allem der starke Schlussspurt Mutmacher für weitere große Ziel. Wittland hat mit den Deutschen Meisterschaften in der Halle in der U20, für die sie sich mit ihrer Ulmer Zeit qualifiziert hat, und der DLV-Gala bereits einige im Visier. „Franziska sollte jetzt bei den großen Wettkämpfen weitere Erfahrungen sammeln“, so sein Ziel.

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