Boxen: Warendorfer Stadtmeisterschaft
Nina Ludwig vom BC Warendorf siegt in 33 Sekunden

Warendorf -

Nach langer langer Zeit fand in Warendorf wieder eine Offene Stadtmeisterschaft im Boxen statt – mit großer Resonanz und etlichen Erfolgen der Gastgeber.

Montag, 09.10.2017, 10:10 Uhr

Linker Haken: Melanie Kolesnik vom BC Warendorf (links) gewann ihrem Kampf gegen Nina Witt vom VfB Brunsbüttel nach Punkten.
Linker Haken: Melanie Kolesnik vom BC Warendorf (links) gewann ihrem Kampf gegen Nina Witt vom VfB Brunsbüttel nach Punkten. Foto: René Penno

Der Boxsport in Warendorf ist im Kommen. Das haben die Stadtmeisterschaften in der Sporthalle des Augustin-Wibbelt-Gymnasium gezeigt. Eingeladen hatte der Boxclub Warendorf, gekommen waren 44 Kämpfer aller Altersklassen.

Andreas Steinkat, 1. Vorsitzender des BC Warendorf, musste eine Weile überlegen, wann es zuletzt eine Stadtmeisterschaft in Warendorf gegeben hatte. Das müsse so „15 bis 18 Jahre her sein“, meinte Steinkat. So genau wisse er das auch nicht. Er ist mit dem Boxclub aber auf einem guten Weg, eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen. „Der Boxsport in Warendorf blüht wieder auf“, so Steinkat.

Boxen, Stadtmeisterschaft in Warendorf

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  • Boxen, Stadtmeisterschaft in Warendorf Foto: R. Penno
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Überzeugen davon konnten sich über 200 Zuschauer. 22 Kämpfe bekamen sie zu sehen. So wirklich schlecht sei keiner gewesen, meinte Andreas Steinkat. Auch nicht die der Einsteiger, die zum ersten Mal im Ring standen. Da zeigte sich die gute Schule des Amateurboxens, ganz gleich aus welchem Verein. Die Lokalmatadoren mussten sich dabei nicht hinten anstellen.

Sieben Kämpfer schickte der Boxclub in den Ring, vier Siege gab es, drei Mal verließen sie das Seilgeviert als Verlierer. Maya Hohl (Junioren, bis 58 kg) wurde im Kampf gegen Natalija Wilmer ( BZ Münster) zwei Mal angezählt und verlor nach Punkten; im Duell der Debütantinnen zeigte Hanna Jürgens (Junior, bis 47 kg) gegen Zarah Celik aus Marburg einen beherzten Kampf, verlor aber knapp; Dominik Kuhaupt (Erwachsene, 90 kg) verlor gegen Atayev Salah Valeh (BZ Münster) durch Abbruch in der zweiten Runde.

Handtuch aus der blauen Ecke

Einen tollen Kampf lieferten sich die Warendorferin Elsa Kronshage und Jule Waller (VfB Brunsbüttel) bei den Kadetten bis 57 Kilo. In der dritten Runde war Kronshage aber so stark überlegen, dass aus der blauen Ecke das Handtuch kam. Ihren dritten Sieg im sechsten Kampf holte sich Melanie Kolesnik. Gegen Nina Witt siegte sie nach Punkten. Ganz schnell ging es für die nächste Warendorferin: Nina Ludwig war gegen Celina Zielinski (BC Heiligenhaus) nach 33 Sekunden fertig. Die 14-Jährige gewann durch Technischen K.O., gerechnet hatte damit niemand beim BC Warendorf. „Nina hatte im März ihren letzten Kampf gemacht und war erst seit drei Wochen wieder im Training“, erklärte Steinkat. Dazwischen musste sie pausieren. „Sie ist ein echtes Naturtalent“, so Steinkat. Aber dieses schnelle Ende kam auch für den BC-Chef überraschend.

Der konnte danach gleich noch einmal jubeln. Natalie Schrahe besiegte in der Klasse Juniorinnen bis 69 Kilo mit Diana Kamo (BSV Herford) jene Gegnerin, die der Warendorferin vor anderthalb Jahren in deren erstem Kampf eine Niederlage beibrachte. Das wollte die 16-Jährige wiedergutmachen. Sie zeigte sich stark verbessert und hatte ihre Gegnerin jederzeit im Griff. Der Punktsieg war der verdiente Lohn. „Das ist eine schöne Leistungsentwicklung“, sagte Andreas Steinkat.

GBG Wiesbaden holt die meisten Punkte

Wie es sich für solch ein Boxturnier gehört, wurden am Ende auch die besten Vereine geehrt: Den Pokal für die meisten Punkte nahm der GBG Wiesbaden mit nach Hause, dicht gefolgt vom Boxzentrum Münster. Als beste Techniker wurden Amar Chaoui (Wiesbaden) bei den Junioren, Arthur Krieger (BZ Münster) und die Herforderin Victoria Krawczyk ausgezeichnet.

Der Vorsitzende des BC Warendorf schaut nun bereits wieder nach vorne. Am 27. und 28. Januar 2018 finden an gleicher Stelle die Kreismeisterschaften statt.

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