Basketball: Landesliga 4
Kinderhaus kann kommen

Lüdinghausen -

Showdown im Antonius-Gymnasium: Spitzenreiter Union Lüdinghausen empfängt den punktgleichen Verfolger Westfalia Kinderhaus. Ob bereits eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft fällt? Der eine Trainer sagt so, der andere so.

Freitag, 19.01.2018, 19:01 Uhr

Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut Union-Coach Georg Kremerskothen in einer aufmerksamen Defense, hier praktiziert von Dirk Bücker, Hannes Fink und Felix Wentzel (v.l.).
Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut Union-Coach Georg Kremerskothen in einer aufmerksamen Defense, hier praktiziert von Dirk Bücker, Hannes Fink und Felix Wentzel (v.l.). Foto: flo

Sportlich liegen die Korbjäger des SC Union Lüdinghausen und des SC Westfalia Kinderhaus eng beieinander. Beide stehen punktgleich an der Spitze der Landesliga , das Hinspiel gewannen die Steverstädter knapp (64:57). Bittet man die Trainer Georg Kremerskothen und Marcel Martin aber um eine Einordnung des Gipfeltreffens am Sonntag, 18 Uhr (ausnahmsweise im Anton, da an der Tüllinghofer Straße Fußball gespielt wird), so bekommt man durchaus Unterschiedliches zu hören.

Zum Beispiel teilt Union-Trainer Georg Kremerskothen nicht Westfalia-Coach Martins Ansicht, es falle – mindestens – eine Vorentscheidung im Titelrennen: „Auf keinen Fall. Es sind noch neun Begegnungen. Es kann immer mal passieren, dass zwei, drei Leistungsträger ausfallen. Prompt verliert man eine Partie.“ Ein Sieg am Sonntag für Union wäre laut Kremerskothen mithin „ein Freispiel, nicht mehr, nicht weniger. Dann könnten wir uns, etwa in Hoxfeld, eine Niederlage erlauben, ohne Platz eins räumen zu müssen.“

Es gibt noch einen Unterschied. Während für die Münsteraner nichts anderes als die Rückkehr in die Oberliga zählt, seien die Unionisten „ganz gelassen“, beteuert der Cheftrainer. Es stehe ja noch nicht mal fest, ob Lüdinghausen im Erfolgsfall den Aufstieg überhaupt vollziehen würde: „Das entscheidet allein die Mannschaft. Und zwar genau dann, wenn es so weit wäre. Warum sollte das Team sich jetzt schon damit belasten?“

Vorteil Union: Kinderhaus muss aufsteigen

Klingt nach einem psychologischen Vorteil für die Steverstädter. Auch sportlich spricht manches für einen Sieg der Gastgeber. Zwar gibt Kremerskothen Martin in einem Punkt ausnahmsweise recht: Ja, Kinderhaus sei individuell einen Tick besser besetzt als die eigene Fünf. Zumal das Team aus dem Norden Münsters im Laufe der Hinrunde personell noch mal nachgelegt hat. Von den EWE Baskets Oldenburg kam der NBBL-erprobte Aufbauspieler Nils Böhringer.

Gegner liegt Lüdinghausen

Aber, relativiert Lüdinghausens Headcoach: „Wir haben ja nicht umsonst die drei vergangenen Matches gegen die Westfalia gewonnen.“ Die Spielweise des Gegners liege dem eigenen Team. Kinderhaus hat keinen „Big Man“ unterm Korb, sucht sein Heil also in Distanzwürfen. „Schaffen wir es, die zu unterbinden und überhaupt mutig zu verteidigen, wäre das der Schlüssel zum Erfolg“, vermutet Kremerskothen. Bis auf Florian Wentzel (Rückenprobleme) sind alle Unionisten an Bord.

 

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